Ex-Herthaner Ramos: «Hertha war wie eine Achterbahnfahrt»

Ex-Herthaner Ramos: «Hertha war wie eine Achterbahnfahrt»

Profifußballer Adrian Ramos hat vor seiner Verpflichtung von Hertha BSC im Jahr 2009 die Bundesliga als schnelle Durchgangsstation angesehen. «Mein Wunschziel war Spanien», sagte der 35-jährige Kolumbianer den Online-Portalen «Spox» und «Goal»: «Ich habe mir vor meiner Reise nach Berlin gedacht: «Du machst das mit Deutschland jetzt, siehst aber zu, dass du schnell nach Spanien kommst»». Aus der Durchgangsstation wurden dann siebeneinhalb Jahre bei Hertha und Borussia Dortmund.

Adrian Ramos von Hertha BSC

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Adrian Ramos von Hertha BSC.

Allein fünf Jahre verbrachte der Stürmer, der nach Dortmund über China und den spanischen Erstligisten FC Granada 2020 wieder zu seinem Heimatclub America de Cali zurückgekehrt ist, in der Hauptstadt. «Meine Zeit bei der Hertha war wie eine Achterbahnfahrt. So viele Höhen, so viele Tiefen. Keine Stabilität. Dafür ständige Unruhe», sagte Ramos, der für die Berliner in 176 Spielen 65 Tore erzielte, «im Nachhinein bin ich dankbar, das alles erlebt zu haben, denn dadurch habe ich gelernt, mit Rückschlägen umzugehen.»
Für die Instabilität trug aus Sicht von Ramos die Vereinsführung ein gewisses Maß an Schuld: «Die Unruhe der Verantwortlichen hat sich eigentlich in all den Jahren durch den Verein gezogen. Das war schade. Mit einem stabileren Umfeld hätten wir auch sicher erfolgreicher sein können.»
Mehr Erfolg erhoffte sich Ramos mit seinem Wechsel 2014 nach Dortmund und Trainer Jürgen Klopp. Doch «die Saison war eine Katastrophe», sagte Ramos. Statt um einen Platz in der Champions League spielte der BVB gegen den Abstieg. «Ich habe gedacht, ich sei im falschen Film oder irgendein Fluch liege auf mir», sagte Ramos, der unter Klopps Nachfolger Thomas Tuchel wieder aufblühte: «Mit Thomas waren Spaß- und Lernfaktor für mich wesentlich größer.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 13. März 2021 12:21 Uhr

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