Berlins unerwartetes Duell mit Maier: «Arne ist Herthaner»

Berlins unerwartetes Duell mit Maier: «Arne ist Herthaner»

Auf das Duell mit Arne Maier hätte Bruno Labbadia am liebsten verzichtet. «Ich war nicht der Meinung, dass er jetzt unbedingt weg muss», sagte der Trainer von Hertha BSC über den 22-Jährigen. Maier hatte sich im Herbst für eine Leihe von den Berlinern zu Arminia Bielefeld entschieden, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Diesem Wunsch wurde entsprochen und Maier trägt so das Trikot der Ostwestfalen. Am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) kommt es erstmals zum Wiedersehen mit dem Youngster.

Arne Maier, im Trikot von Hertha BSC, in Aktion

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Arne Maier, damals im Trikot von Hertha BSC, in Aktion.

«Wir sind von dem Jungen total überzeugt. Arne ist ein Herthaner», sagte Manager Michael Preetz und ließ bei einer Pressekonferenz am Freitag keine Zweifel daran, dass der Kapitän der deutschen U21 im Sommer in die Hauptstadt zurückkehren wird. Sein Vertrag läuft noch bis 2023. Maier gilt seit Jahren als großes Talent, viele Verletzungen verhinderten jedoch bislang seinen Durchbruch. «Er ist immer noch nicht bei 100 Prozent. Wir wünschen ihm das», sagte Preetz. Aber erst «ab Montag», also nach dem Hertha-Gastspiel. Denn nicht nur Preetz weiß: «Er kann mit seiner Qualität das Spiel entscheidend beeinflussen.»
Erst dreimal kam Maier wegen Verletzungen für die Arminia zum Einsatz. Zuletzt wurde er am vergangenen Samstag bei der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) erst in der Schlussphase eingewechselt. «Ich hoffe für ihn, dass er in der Rückrunde Fuß fasst, damit er stark zurückkommt», sagte Labbadia über den defensiven Mittelfeldspieler: «Er muss ein paar Hürden überspringen, das weiß er.» Preetz ergänzte: «Wir glauben, dass er ein richtig guter Bundesligaspieler werden wird.»
Im ersten Auswärtsspiel des Jahres muss Hertha beim Aufsteiger derweil auf Kapitän Dedryck Boyata (Fußprobleme), Mathew Leckie (Bauchmuskelprobleme) und Javairô Dilrosun (Bänderverletzung im Knie) verzichten. Trotzdem wollen die Berliner an den ungefährdeten 3:0-Erfolg vom vergangenen Samstag gegen Schalke 04 anknüpfen. «Wir wollen unbedingt auch mal zwei Spiele in Folge gewinnen», sagte Labbadia. Eine Serie ist Hertha in dieser Saison bislang noch nicht gelungen. Der Erfolg gegen Schalke habe «natürlich Selbstvertrauen» gegeben, sagte Labbadia, der mit seinem Team vor dem 15. Spieltag Zwölfter ist: «Es ist eine gewisse Leichtigkeit reingekommen.»
Manager Preetz treibt indes die Planungen für die Zukunft voran. Offen ist dabei, ob es schon im Winter Verstärkungen geben wird. «Wir stellen Überlegungen an, machen das aber nicht öffentlich. Wir besprechen das intern», sagte der ehemalige Stürmer: «Wir beobachten den Markt und wägen ab. Trotzdem gucken wir, wo es möglicherweise Spieler gibt, die Hertha aus dem Stand verbessern.»
Laut «Bild» zeigt Hertha Interesse an Yannick Gerhardt vom Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg. Wie die Zeitung am Freitag meldete, könnte der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler in diesem Sommer nach Berlin kommen und den Platz von Matteo Guendouzi einnehmen. Der Franzose ist vom englischen Premier-League-Club FC Arsenal nur bis zum Saisonende ausgeliehen. Doch auch über Guendouzi soll noch verhandelt werden. Allerdings werden die Gespräche mit den Londonern erst nach Saisonende stattfinden, wie Preetz sagte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Januar 2021 13:30 Uhr

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