Hertha-Hunger auf Punkte: Leipzig und München als Lehren

Hertha-Hunger auf Punkte: Leipzig und München als Lehren

Das Abschlusstraining dient nur beschränkt zur Einstimmung auf die schwere Aufgabe, die Hertha BSC erwartet.

Bruno Labbadia

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Trainer Bruno Labbadia von Hertha steht vor Spielbeginn an der Trainerbank.

An diesem Samstag (21. November 2020, 20.30 Uhr/DAZN) ist der Tabellendritte Borussia Dortmund zu Gast im Berliner Olympiastadion und mit ihm neben Rune Jarsteins norwegischem Landsmann Erling Haaland auch Riesentalent Youssoufa Moukoko. Mit 16 Jahren und einem Tag könnte er in der Hauptstadt Bundesliga-Geschichte schreiben und als jüngster Fußball-Profi zum Einsatz kommen. Wer bei den Borussen spielt, ist die eine Sache für Hertha-Trainer Bruno Labbadia, wie er seine Mannschaft auf den Gegner mit Titelambitionen einstellt, eine andere.
«Endlich mal das Team für einen Tag zusammen zu haben und alles reinzupacken wäre das Falsche», sagte Labbadia am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz des Tabellenzwölften. Vom Problem, das allerdings auch andere haben, werden die Herthaner nicht verschont: Manche ihrer internationalen Auswahlspieler wurden zwei Tage vor der Partie gegen den BVB erst von den Länderspielreisen zurückerwartet. Manche wurden weniger, manche ziemlich ordentlich beansprucht.
Beispiel Peter Pekarik: Der 34 Jahre alte Slowake absolvierte jüngst drei Spiele für sein Land. Am 12. November musste er über 120 Minuten bei der 1:2-Niederlage im EM-Playoff gegen Nordirland ran, drei Tage später bestritt Pekarik beim 1:0 in der Nations League gegen Schottland ebenso wie weitere drei Tage später bei der 0:2-Niederlage gegen Tschechien die gesamte Spieldauer. «300 Minuten», betonte Hertha-Manager Michael Preetz.
Bei den Tschechen führte der 30 Jahre alte Vladimir Darida die Mannschaft beim Sieg über die Slowakei als Kapitän an, drei Tage vorher hatte er es beim 1:0 über Israel getan. Im Testspiel am 11. November gegen Deutschland war der Mittelfeldspieler der Hertha nur gut 20 Minuten zum Einsatz gekommen.
«Wir werden auf das letzte Training bei dem ein oder anderen Spieler verzichten müssen, damit wir eine Chance fürs Spiel haben», sagte Labbadia nun. Gerade für die Profis mit hoher Beanspruchung in der Länderspielzeit sei die Regeneration jetzt wichtig.
Verzichten muss er nach Stand vom Donnerstag neben dem länger verletzten Jhon Cordoba auf Jordan Torunarigha, der nach einer Corona-Infektion und Quarantäne erst am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen ist, und Santiago Ascacibar wegen muskulärer Probleme. Was Ersatzkeeper Jarstein nach den Corona-Wirrungen der norwegischen Nationalmannschaft angeht, fiel der erste Test-Befund negativ aus.
Wen auch immer Labbadia aufbieten wird, die Zielsetzung ist klar. Mut machen den Berlinern die Leistungen gegen den FC Bayern München und RB Leipzig - «mit dem Makel, dass wir keine Punkte geholt haben», wie Labbadia betonte. Das soll gegen die Borussen anders werden. «Wir wollen an die bisherigen Leistungen gegen Spitzenteams anknüpfen und das diesmal auch in Punkte ummünzen», meinte Preetz und erinnerte daran, dass durch die Anstoßzeit «Fußballdeutschland diesem Spiel viel Aufmerksamkeit schenken» wird. Auch das dürfte der Einstimmung dienen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. November 2020 15:59 Uhr

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