Hertha: Keine neuen Investitionen

Hertha: Keine neuen Investitionen

Eine weitere Ausdehnung der Investitionen der Tennor-Gruppe von Lars Windhorst bei Hertha BSC ist derzeit kein Thema. «Gespräche über eine weiteres Investment gab und gibt es nicht», erklärte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller im Rahmen der Mitgliederversammlung des Berliner Fußball-Bundesligisten. Das Investitionsvolumen wird sich im Herbst wie vereinbart auf 374 Millionen Euro vergrößern. Die Zahlung der letzten Tranche von 100 Millionen Euro stehe bevor, bemerkte Schiller, der vom «größten Einzelinvestment» sprach, dass es bisher in der Bundesliga gab.

Ingo Schiller

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Ingo Schiller, Finanz-Geschäftsführer von Hertha BSC Berlin, spricht.

Herthas Profiabteilung hat in der Vorsaison 182,2 Millionen Euro ausgegeben. Vor allem die Transfer-Offensive im vergangenen Winter unter dem damals noch amtierenden Trainer Jürgen Klinsmann hat die Personalkosten auf 80 Millionen anwachsen lassen. Eine ähnliche Investition in den Profi-Kader werde es in der aktuellen Spielzeit nicht geben, machte Schiller deutlich. Auch wenn der Verein in der Corona-Krise gut aufgestellt sei: «Die weitere Entwicklung kann man nicht seriös vorhersagen.»
In der Stadionfrage ist derzeit keine Bewegung. «Die Gespräche gegen weiter», sagte Schiller lediglich. Letztendlich sei der Standort eine Entscheidung des Berliner Abgeordnetenhauses, weil für die neue reine Fußballarena landeseigene Grundstücke verpachtet werden sollen. «In den nächsten zwei Jahren brauchen wir eine Entscheidung», sagte der knapp in seinem Amt bestätigte Präsident Werner Gegenbauer. Der angestrebte Termin 2025 war zuletzt von Vertretern der Hertha-Führung als vermutlich schwer umsetzbar bezeichnet worden.
Die bisherigen Investitionen von Windhorst hätten mit dem geplanten, frei finanzierten Stadion nichts zu tun, bemerkte Schiller: «Ich will aber nicht ausschließen, dass die Tennor-Gruppe Investor wird.» Das würde dann aber nicht in die Bilanz der Hertha KG einfließen. Eine Fan-Initiative möchte jetzt alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Herthas Stadion-Manager Klaus Teichert bekam nicht genug Stimmen, um bei der Wahl in das Präsidium einzuziehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. Oktober 2020 09:28 Uhr

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