Boyata und Piatek zurück im Training

Boyata und Piatek zurück im Training

Die Pokal-Blamage hat Bruno Labbadia mit seinen Profis schonungslos aufgearbeitet. Aber ab sofort richtet der Hertha-Trainer «den Fokus auf das, was kommt». Er habe ausnahmslos nur die negativen Dinge von Braunschweig angesprochen, obwohl er durchaus auch einiges Positive gesehen habe, sagte der Chefcoach des Berliner Fußball-Erstligisten. «Ich habe mich jetzt zweimal geschüttelt. Es ist bitter genug», ergänzte Labbadia: «Wir haben keine Zeit. Es nutzt nichts, sich weiter mit dem Spiel zu beschäftigen.»

Dedryck Boyata

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Herthas Dedryck Boyata.

In der ersten Bundesliga-Partie der neuen Saison am Samstag bei Werder Bremen soll sein Team vor allem weniger Fehler produzieren und insgesamt lauter auftreten. «Ihr müsst viel miteinander reden», rief Labbadia zum Start der neuen Trainingswoche am Montag immer wieder seinen Spieler zu. Das sei aber nicht «von heute auf morgen» zu erreichen, erläuterte der Coach im Anschluss: «Das hat mit den verschiedenen Typen zu tun. Wir versuchen, es immer wieder zu fördern.»
Abwehrchef Dedryck Boyata und Angreifer Krzysztof Piatek sind ins Teamtraining zurückgekehrt. Bei der jüngsten 4:5-Niederlage der Berliner bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig in der ersten DFB-Pokalrunde hatten beide gefehlt. Piatek konnte wieder trainieren, nachdem seine Quarantäne nach dem Nations-League-Spiel mit Polen im Corona-Risikogebiet Bosnien-Herzegowina abgelaufen war.
Für Labbadia ist Boyata, der sich mit Achillessehnen-Problemen plagte, ein «wichtiger Spieler» in seinem Personal-Puzzle: «Er ist ein stiller Leader. Einer, der die Mannschaft durch seine Präsenz auf dem Platz führt.» Labbadia hofft, dass der 29-Jährige in Bremen dabei sein kann. Der französische Neuzugang Lucas Tousart, Karim Rekik, Arne Maier und Matheus Cunha fehlten beim Teamtraining am Montag, da sie individuell belastet werden sollen.
Nicht äußern wollte sich Labbadia zu einem möglichen Wechsel von Kölns Angreifer Jhon Córdoba zu Hertha und zu einem besonderen Stürmertyp, den er gern noch im Team hätte. «Wenn er Tore macht, ist es egal», sagte der Berliner Trainer. Es müsse nicht unbedingt ein bulliger Stoßstürmer wie der 27 Jahre alter Córdoba sein. Auf dem Transfermarkt, der wegen der Auswirkungen der Corona-Krise noch bis Anfang Oktober geöffnet ist, sei noch nicht soviel passiert: «Wir werden am Ende das machen, was Sinn macht», unterstrich Labbadia, der vor dem Pokal-Aus von «Disbalance» in seinem Kader gesprochen hatte.
«Wir müssen uns noch sehr viel erarbeiten, auch viele kleine Dinge», kündigte der 54 Jahre alte Trainer an. Der Aufbau eines neuen Mannschafts-Gefüges und einer zentralen Achse nach insgesamt zehn Abgängen und mit bisher nur drei neuen Profis gehe «nicht in kürzester Zeit». Trotzdem seien die Spieler gefragt, um auch jetzt schon «Ergebnisse zu liefern», sagte Labbadia.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. September 2020 18:45 Uhr

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