Labbadia vermisst Präzision

Labbadia vermisst Präzision

Die Erkenntnisse aus der Testspiel-Niederlage bei Ajax Amsterdam wird Bruno Labbadia mit in die nächsten Trainingstage nehmen. Zwar habe seine Mannschaft beim 0:1 in der Johan-Cruijff-Arena «sehr mutig hinten rausgespielt, aber dabei die letzte Sauberkeit vermissen lassen, vor allem beim letzten Pass», sagte Trainer von Hertha BSC, «da wäre mehr drin gewesen.»

Hertha-Trainer Bruno Labbadia steht auf dem Trainingsgelände

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Hertha-Trainer Bruno Labbadia steht auf dem Trainingsgelände.

Besonders beim Überzahlspiel und den Standards hätten die Profis die Genauigkeit vermissen lassen. Als Beispiel nannte der frühere Stürmer die Ausgleichschance von Karim Rekik nach einem Eckball in der 35. Minute. Torwart-Neuzugang Alexander Schwolow wies darauf hin, dass Ajax bereits einige Spiele mehr absolviert habe, während Hertha zuvor nur gegen den Drittligisten Viktoria Köln (2:0) testete. «Darum war uns Start holprig, aber wir haben uns reingespielt», sagte der Schlussmann, der in der ersten Halbzeit den Berliner Kasten hütete.
Labbadia schickte zur zweiten Halbzeit eine komplett neue Formation auf das Feld, die seiner Meinung nach noch «einen draufgesetzt» habe, aber auch «in den entscheidenden Momenten Ballverluste» verzeichnete. Allerdings wird das Feintuning durch die anstehende Länderspielpause gestört, was Labbadia als «Problem» bezeichnete, «weil wir gerade eine neue Achse aufbauen.»
Hertha muss gleich zehn Profis abstellen: Peter Pekarik und Ondrej Duda treffen dabei mit der Slowakei auf den tschechischen Kollegen Vladimir Darida. Der Norweger Rune Jarstein, Dedryck Boyata für Belgien sowie Krzysztof Piatek für Polen kommen in der Nations League zum Einsatz. Arne Maier soll in der EM-Qualifikation U21 des DFB mithelfen, die Niederländer Deyovaisio Zeefuik, Javairo Dilrosun und Daishawn Redan stehen im vorläufigen Kader der niederländischen U21.
Sehr positiv fand Labbadia, dass rund 6000 Zuschauer in Amsterdam das Spiel live verfolgen konnten. «Das war eigenartig, aber schön. Es ist etwas anderes als im leeren Stadion. Das hat viel ausgemacht und ich hoffe, dass wir das auch durchbekommen.»
Auch Niklas Stark, der von Bundestrainer Joachim Löw für den Neustart der deutschen Nationalmannschaft nicht eingeladen wurde, freute sich über die Stadionbesucher. «Endlich mal wieder ein bisschen Stimmung auf den Rängen. Das macht komplett mehr Spaß, vor Zuschauern zu spielen», sagte der Verteidiger.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 26. August 2020 16:31 Uhr

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