Reaktionen zum Spiel Hertha BSC - Eintracht Frankfurt (1:4)

Reaktionen zum Spiel Hertha BSC - Eintracht Frankfurt (1:4)

Frankfurter Auswärtssieg in Berlin

© dpa

Frankfurts Bas Dost (l) bejubelt das dritte Tor seiner Mannschaft.

Bruno Labbadia (Trainer von Hertha BSC): «Wir sind gut ins Spiel reingekommen, hatten immer wieder Ballgewinne und sind auch verdient in Führung gegangen. Allerdings haben wir auch da schon einige Sachen zu einfach zugelassen, da wir nicht optimal verteidigt haben. Mit der Verletzung von Per Skjelbred und der Roten Karte für Dedryck Boyata ging uns Stabilität verloren. Wir wollten im zweiten Durchgang das Zentrum zumachen und gemeinsam gut verteidigen - das ist uns leider nicht gelungen. Die Tore sind zu einfach gefallen, daher war es ein verdienter Sieg für Frankfurt.»
Krzysztof Piątek (Hertha BSC): «Die Rote Karte hat das Spiel leider kippen lassen, danach war es sehr schwer für uns. Wir waren wir eine ganze Halbzeit lang in Unterzahl und eigentlich nur noch in die Defensive gedrängt. In der ersten Hälfte haben wir Fußball gespielt, uns Chancen erarbeitet und die Führung erzielt - aber nach der Pause war das Spiel zu zehnt schnell gelaufen. Wir müssen positiv bleiben und es in Freiburg besser machen!»
Vladimir Darida (Hertha BSC): «Wir haben einfache Tore kassiert und waren defensiv nicht so kompakt. Das müssen wir besser machen. Die Rote Karte war ein Punkt, aber eine Mannschaft mit zehn Spielern kann das auch besser verteidigen. Das haben wir leider nicht gemacht. Die Ketten standen nicht nah zueinander, da haben wir große Lücken hinter uns ganz lassen und Frankfurt hat die Tore gemacht. Bis zur Führung war es in Ordnung, aber was danach kam, müssen wir analysieren, das war schlecht. Wir müssen das schnell verarbeiten, am Dienstag spielen wir in Freiburg. Wir müssen daraus lernen und es schnell vergessen. Wir werden in Freiburg wieder zu 100 Prozent da sein.»
Adi Hütter (Trainer von Eintracht Frankfurt): «Ich freue mich, dass ich zu meinem 500. Spiel als Cheftrainer einen Sieg eingefahren habe mit meiner Mannschaft. Es war ein absolut verdienter Erfolg. Von der ersten Minute weg hatte ich das Gefühl, das wir gut im Spiel sind. Knackpunkt war sicherlich die Rote Karte. In der zweiten Halbzeit haben wir aufgrund von Umstellungen gut gespielt und souverän gewonnen. Die drei Punkte tun sehr gut, der erste wichtige Schritt mit dem Klassenerhalt ist geschafft. Wir haben immer an unsere Qualität und Erfahrung geglaubt und der Mannschaft das Vertrauen ausgesprochen, und sie hat das mit toller Art und Weise zurückgegeben. Wir müssten alle drei Spiele gewinnen und die Konkurrenz müsste patzen, um noch Platz sieben zu erreichen. Wir wollen immer das Beste erreichen. Die Mannschaft hat eine top Mentalität und tollen Charakter, das hatte sie auch vor meiner Zeit schon. Riesenkompliment! Bei Daichis tollem Dribbling dachte ich, er wäre ein österreichischer Slalomfahrer. Der Treffer ist sicherlich ein «Tor des Monats» wert.»
Bas Dost (Torschütze von Eintracht Frankfurt): «Wir haben das ganze Spiel gut gespielt, schon in der ersten Halbzeit waren wir gut. Die Rote Karte hat alles entschieden. Trotzdem musst du in der zweiten Halbzeit zeigen, was du drauf hast. Das haben wir gut gemacht. Jeder hat daran geglaubt - der Sieg ist völlig verdient.»
(zur Aktion von Herthas Boyata, die zu Rot führte): «Er hat mich berührt. Klare Rote Karte.»
(zu seinem Tor): «Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Das ist mein Job, Tore zu machen.»
Kevin Trapp (Torhüter von Eintracht Frankfurt): «Klar, die Rote Karte hat uns geholfen. Aber auch mit Elf gegen Elf waren wir schon richtig gut im Spiel. Wir haben ein sehr unnötiges Gegentor bekommen. Aber wir hatten nicht das Gefühl, dass wir das Spiel heute verlieren können.»
(zu den vielen Wechseln und dem straffen Programm): «Wir haben gesagt, dass wir jeden Spieler brauchen werden. Jeder wird zu seinen Einsätzen kommen. Wir haben heute viel rotiert. Die Spieler, die reingekommen sind, haben es wirklich gut gemacht. Durch die Europa League sind wir es auch gewohnt, was uns in einen Rhythmus reinbringt.»
(zum Restprogramm und den Hoffnungen auf die Europa League): «Wir müssen erstmal unsere Hausaufgaben machen. Wir hatten einen kleinen Aussetzer gegen Mainz, der sicher weh tut. Trotzdem wollen wir bis zum Ende nun jedes Spiel gewinnen. Das ist definitiv machbar, wenn wir so auftreten wie heute. Ob es am Ende reicht, werden wir sehen. Die anderen Mannschaften müssen dafür auch Punkte liegenlassen. Wenn es am Ende reicht, wäre es natürlich sensationell.»
André Silva (Zweifacher Torschütze Eintracht Frankfurt): «Ich habe mir auf der Bank überlegt, wie ich dem Team helfen kann, wenn ich reinkomme. Alle waren voller Selbstbewusstsein, weil wir ein Mann mehr waren. Ich kam rein mit meiner Power, das war’s. Ich werde immer besser, mental und physisch. Ich arbeite hart jeden Tag. Man macht nicht immer das Richtige, aber heute habe ich mich sehr gutgefühlt und es hat gut geklappt.»
Daichi Kamada (Vorbereiter zum Frankfurter 2:1-Führungstreffer mit einem Traum-Dribbling): «Ich habe es einfach gemacht. Es ist eine meiner Stärken, zu dribbeln und ich bin gut durchgekommen in dieser Situation. Es hat mich gefreut, dass ich den Ball so zu André spielen konnte. Er hat sehr stark abgeschlossen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 14. Juni 2020 13:44 Uhr

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