Hertha startet Vorbereitung auf Derby

Hertha startet Vorbereitung auf Derby

Kurz vor Mitternacht starteten die Profis von Hertha BSC mit dem Auslaufen auf dem Rasen des leeren Olympiastadions bereits die Vorbereitung auf den Derbyschlager gegen den 1. FC Union.

Jubel von Herthaspielern

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Jubel von Herthaspielern.

Als Verlierer eines irren Pokalkrimis suchten die niedergeschlagenen Spieler von Dynamo Dresden hingegen in den Katakomben der Arena nach Worten. Das Wichtigste nach dem 5:4 (3:3, 2:2, 1:0)-Erfolg der Berliner im Elfmeterschießen des Zweitrunden-Duells im Überblick:
STADTDUELL: Die Zeit zur Regeneration ist knapp. Bereits am Samstag steht das erstmalige Aufeinandertreffen von Hertha mit Union in der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse auf dem Programm. Die Köpenicker haben dafür nach ihrem Sieg beim SC Freiburg einen Tag mehr zur Verfügung und standen im Pokal 30 Minuten weniger auf dem Platz. «Vielleicht ist es ein Vorteil für sie, aber das darf für uns keine Entschuldigung sein», betonte Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio.
Die Atmosphäre im fast vollen Olympiastadion mit zwei großen Fangruppen und zahlreichen Bengalofeuern in der Gästekurve habe noch mehr motiviert, berichtete Berlins Neuzugang Marius Wolf hinterher. «Es wäre geil, wenn wir so ein Spiel jede Woche hätten. Und jetzt haben wir am Samstag direkt das nächste.»
POKALHELDEN: Mit seinem Treffer zum 3:3 in der zweiten Minute der Nachspielzeit in der Verlängerung rettete Berlins Jordan Torunarigha seine Mannschaft ins Elfmeterschießen. Dort war Keeper Thomas Kraft mit zwei gehaltenen Versuchen maßgeblich für das Zitter-Weiterkommen ins Achtelfinale verantwortlich. «Mich freut es extrem für ihn als Sportsmann, dass er der Mannschaft den Sieg beschert hat», lobte Hertha-Trainer Ante Covic. «Als Nummer zwei bist du im Hintergrund und selten in vorderster Front. Heute freuen wir uns für ihn, dass sich die Arbeit, die er tagtäglich absolviert, gelohnt hat.» In der Liga muss Kraft hinter Stammtorwart Rune Jarstein zurückstehen - nach der Partie ging er wortlos durch die Interviewzone.
LEBENSZEICHEN: Vier Niederlagen kassierte Dynamo zuletzt in der 2. Liga, rutschte auf Abstiegsrang 17. Der couragierte Auftritt in Berlin darf zumindest Mut machen für die weitere Saison. «Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft», sagte Trainer Cristian Fiel. «Wenn du 17-mal gegen Hertha spielst, hast du einmal so ein Spiel und bekommst 16-mal Prügel.» Aufopferungsvoll kämpften die Sachsen und wurden dafür nach dem Abpfiff von ihren mehr als 30 000 mitgereisten Fans gefeiert. «Das ist sicherlich einer der schönsten und komischsten Abende in meiner Laufbahn», sagte der Ex-Herthaner Patrick Ebert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Oktober 2019 09:17 Uhr

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