Herthas Unentschieden als Stimmungsaufheller

Herthas Unentschieden als Stimmungsaufheller

Einen Sieg hat Hertha auch im siebten Spiel in Serie nicht geschafft. Es fehlen einfach die Tore. Trainer Dardai hat nach dem torlosen Remis bei Eintracht Frankfurt trotzdem einen positiven Trend für die letzten drei Saisonspiele erkannt.

Marvin Plattenhardt (l) steigt hart ein

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Der Berliner Marvin Plattenhardt (l) foult den Frankfurter Luka Jovic.

Auch im siebten Spiel nacheinander kein Sieg und wieder kein Tor - trotzdem werteten Pal Dardai und seine Profis das 0:0 in Frankfurt als Wiederbelebung. «Die Tendenz bei der Körpersprache war positiv, wir sind zufrieden mit dem Punkt», erklärte der Chefcoach von Hertha BSC nach der zweiten Nullnummer auf seiner Abschiedstour in der Fußball-Bundesliga. «Ich habe ehrliche Arbeit gesehen. Darauf kann man stolz sein», ergänzte der Ungar bei Sky. Für Hertha-Profi Valentino Lazaro war das zehnte Remis der Saison - und das immerhin beim Europa-League-Halbfinalisten Eintracht - sogar eines «der besten Rückrundenspiele von uns».
Kapitän Vedad Ibisevic, der wie seine Kollegen vor 51 500 Zuschauern den Torebann auch nicht brechen konnte, verwies auf die besonderen Umstände nach dem verkündeten Abschied von Hertha-Urgestein Dardai und dem Niemandsland in der Tabelle (11.). Es sei «nicht einfach, in so einer Situation Fußball zu spielen und alles wegzustecken», erklärte der 34 Jahre alte Stürmer. Nur 13 Punkte hat der Hauptstadtclub nun in der Rückrunde eingesammelt. Die 24 Zähler aus der Hinrunde aber sorgen dafür, dass Hertha wieder sicher die nächste Erstliga-Spielzeit planen kann.
Ibisevic wertete das Spiel in Frankfurt dann auch schon als «Erfahrung für die nächste Saison», obwohl er selbst nicht sicher sein kann, weiter dabei zu sein, da sein Vertrag mit dem 34. Spieltag endet. «Wir haben Qualität und die Möglichkeiten, auch mit solchen Gegnern mitzuhalten», sagte der Bosnier. Ibisevic besaß auch die große Chance auf das 1:0: «Ich war mir sicher, dass mein Kopfball reingeht - aber dann geht er einfach vorbei. Wir hätten es verdient gehabt, ein Tor zu schießen, wenn nicht sogar zu gewinnen. Wir haben ein super Spiel gemacht und das gegen einen Gegner, der um die Champions League spielt.» Das Tor fehlte allerdings.
So nahm Dardai dann doch noch ein leicht bitteres Gefühl mit zurück nach Berlin, auch wenn er insgesamt zufrieden mit der Vorstellung seines erneut reduzierten Kaders war. Selbst nach der 80. Minute und Gelb-Rot für Lukas Klünter hatten die Gäste in der Nachspielzeit durch Per Skjelbred die große Gelegenheit zum Sieg. Der Norweger scheiterte frei an Eintracht-Keeper Kevin Trapp. «Zum Schluss haben wir hier Matchball. Und das mit zehn Mann», sagte Dardai: «Die Tendenz ist okay. Jetzt müssen wir gewinnen, dann sind wir raus aus dem Karussell.»
Am kommenden Samstag gegen den Abstiegskandidaten VfB Stuttgart, beim FC Augsburg und zum Abschluss gegen Bayer Leverkusen bietet sich der Berliner Mannschaft die Gelegenheit, dem Trainer ein passendes Abschiedsgeschenk zu bereiten. «Wir wollen in den letzten Spielen ein gutes Finish hinlegen für den Trainer», bemerkte Abwehrspieler Karim Rekik. «Wir wollen die Saison so gut wie möglich abschließen, obwohl es turbulent war und obwohl nicht alles klappt», ergänzte Ibisevic.
Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. April 2019 09:13 Uhr

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