Hertha vor Hoffenheim-Spiel: «Nicht effektiv genug»

Hertha vor Hoffenheim-Spiel: «Nicht effektiv genug»

Hertha BSC will endlich wieder gewinnen. Bei Hoffenheim wartet auf die Berliner am Sonntag eine knifflige Aufgabe, denn die Kraichgauer haben in der Bundesliga zuletzt eine starke Serie abgeliefert.

Hertha BSC - Pal Dardai

© dpa

Herthas Trainer Pal Dardai. Foto: Soeren Stache/Archiv

Berlin (dpa) - Das Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim kommt für Hertha BSC zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Während die Kraichgauer vor der Begegnung in der Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Eurosport Player) zuletzt drei Siege aus vier Spielen holten, blieben die Berliner im gleichen Zeitraum ganz ohne Punkte. «Wir können nicht zufrieden sein, wenn wir eine Serie so gespielt haben, wie wir sie gespielt haben», sagte Herthas Geschäftsführer Michael Preetz: «Dann muss man sich zusammensetzen und überlegen, wie man da wieder rauskommt.»
Für Trainer Pal Dardai ist die Sache recht klar. Hertha muss vor dem Tor die Chancen besser nutzen. Die hohe Effektivität brachte den Hauptstädtern in der Hinrunde 24 Punkte, in der Rückrunde sind es erst magere elf. Nach Wunsch des Ungarn soll die Ausbeute in den verbleibenden sechs Begegnungen noch auf mindestens 20 ausgebaut werden. «Hertha BSC hat immer von der Effektivität gelebt», sagte Dardai: «Wir haben die gleichen Torchancen wie früher, nur wir sind nicht effektiv genug. Der Ball muss ins Netz rein.»
In der Hinrunde gab es beim 3:3 im Olympiastadion reichlich Tore. Während Dardai aufgrund der angespannten Personalsituation mit vielen Verletzen schon mit einem Punkt zufrieden wäre, will Hoffenheim mit Trainer Julian Nagelsmann die positive Serie ausbauen. «Ich habe eine Idee im Kopf, aber auch einen Plan B und einen Plan C entwickelt», sagte Nagelsmann, der die Berliner nicht unterschätzen will.
Dardai muss derweil kreativ werden, denn gerade im Mittelfeld ist die Auswahl an einsetzbaren Spielern nicht besonders groß. Nicht nur, dass sich Marko Grujic unter der Woche am Sprunggelenk verletzte, auch der gelbgesperrte Ondrej Duda als torgefährlichster Profi der Berliner fehlt gegen Hoffenheim. Als Grujic-Ersatz im zentralen defensiven Mittelfeld könnte Dardai auf die gelernten Außenspieler Valentino Lazaro und Maximilian Mittelstädt zurückgreifen.
«Wir haben schon gezeigt, dass wir auch auswärts gute Spiele machen können, auch wenn die letzten Spiele jetzt nicht gerade erfolgreich waren», sagte Mittelstädt bei HerthaTV: «Wir sind dran, den Schalter umzulegen.» Der letzte Sieg im Kraichgau ist allerdings schon eine Weile her. Im November 2013 reichte es zu einem knappen 3:2-Erfolg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 13. April 2019 11:10 Uhr

Weitere Nachrichten zu Hertha BSC