DFB kritisiert Videobeweis in Hertha-Spiel

DFB kritisiert Videobeweis in Hertha-Spiel

Der umstrittene Videobeweis aus dem jüngsten Bundesligaspiel von Hertha BSC gegen den SC Freiburg (1:1) ist vom DFB als deutlicher Fehler eingestuft worden.

Jochen Drees

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Jochen Drees. Foto: Arne Dedert

Es sei ein «Lehrbeispiel für eine Situation, in der der Video-Assistent nicht eingreifen soll», erklärte Jochen Drees als fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf der Verbands-Homepage.
Referee Benjamin Cortus hatte am Sonntag in der 88. Minute einen zunächst verhängten Strafstoß für den Hauptstadtclub nach einem angeblichen Foul von Manuel Gulde an Palko Dardai nach Hinweis des Video-Assistenten in Köln wieder zurückgenommen.
Das sei ein gutes Beispiel für eine Situation, «in der eine Bewertung durch den Schiedsrichter auf dem Feld stattgefunden hat und keine klare und offensichtliche Fehlentscheidung vorlag», bemerkte Drees. Der Eingriff des Video-Referees sei «als sehr kritisch» anzusehen, «da es sich um eine Interpretationsfrage handelt, die der Schiedsrichter auf dem Feld bewertet hat. Im Ergebnis wäre die Strafstoßentscheidung von Benjamin Cortus zu akzeptieren und nicht grundsätzlich falsch gewesen», erklärte Drees.
Hertha-Trainer Pal Dardai hatte die Entscheidung schon unmittelbar nach Spielende genau so bewertet. «Aber wir müssen es akzeptieren. Ich bin der Letzte, der einen Vorwurf macht. Man kann tausend Jahre darüber reden, aber es bringt nichts. Der Referee ist auch ein Mensch», sagte der Ungar.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. Oktober 2018