Fußballspielverlegung wegen Erdogan-Besuch gefordert

Fußballspielverlegung wegen Erdogan-Besuch gefordert

In der Hauptstadt-Polizei gibt es Forderungen, das Bundesliga-Spiel zwischen Hertha und dem FC Bayern am 28. September 2018 in Berlin zu verlegen.

Recep Tayyip Erdogan

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Recep Tayyip Erdogan (Archiv)

Hintergrund ist der Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der deutschen Hauptstadt mit hohen Sicherheitsvorkehrungen und vielen Beamten.
Das entsprechende Schreiben des Gesamtpersonalrats werde jetzt geprüft, sagte ein Sprecher der Berliner Innenverwaltung am Mittwoch (12. September 2018). Die «Bild»-Zeitung (Mittwoch) zitierte den Gesamtpersonalrat mit den Worten, Innensenator Andreas Geisel (SPD) solle den polizeilichen Notstand ausrufen. Auch der «Tagesspiegel» hatte über Sicherheitsbedenken von Beamten berichtet.

Zahlreiche Demonstrationen in Berlin erwartet

Bei dem für den 28. und 29. September 2018 geplanten Besuch Erdogans rechnet der Berliner Senat wegen der Politik des türkischen Staatsoberhaupts auch mit diversen Demonstrationen und Protestaktionen unterschiedlicher Gruppen. Der Sprecher der Innenverwaltung betonte, es gebe keinen polizeilichen Notstand. Bei Großlagen könnten auch Kräfte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei angefordert werden.
In Dresden war am 31. August ein Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV wegen des Polizei-Großeinsatzes in Chemnitz abgesagt worden. Dort war es nach dem Tod eines Deutschen und der Festnahme zweier Ausländer zu Ausschreitungen mit Attacken gegen Ausländer und zu zahlreichen Demonstrationen gekommen. Die Polizei hatte um eine Spielverlegung gebeten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. September 2018