Herthas Pokal-Plan: «Step by Step» bis zum Traum

Herthas Pokal-Plan: «Step by Step» bis zum Traum

Das Pokalspiel in Braunschweig gibt Pal Dardai den ersten Hinweis, wo sein Team wirklich steht. Der Hertha-Coach liebäugelt auch kurz vor dem Pflichtspielstart noch mit weiteren Verpflichtungen - und darf sich wenig später über einen neuen Leihspieler freuen.

Herthas Trainer Pal Dardai steht auf dem Platz

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Herthas Trainer Pal Dardai steht auf dem Platz. Foto: Annegret Hilse/Archiv

Der Final-Traum ist noch weit entfernt. Vor dem Gedanken an das herbeigesehnte Endspiel im heimischen Olympiastadion muss Hertha BSC erst einmal in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist Eintracht Braunschweig seine Pflicht erfüllen. «Zum Träumen ist es zu früh», kündigte Berlins Coach Pal Dardai vor der Partie am Montagabend (18.30 Uhr) bei den Niedersachsen an. «Es heißt Step by Step. Wir wollen so weit kommen, bis man träumen kann.»

Marko Grujic ist vierter Neuzugang der Herthaner

Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel sprach der Ungar noch über mögliche, weitere Neuzugänge. Am Sonntag konnte er sich über die Ausleihe des serbischen Nationalspielers Marko Grujic als viertem Neuzugang für die kommende Saison freuen. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt für ein Jahr vom FC Liverpool. Grujic stand bei der WM in Russland im serbischen Kader, kam aber beim Vorrunden-Aus seiner Nationalmannschaft nicht zum Einsatz.

Michael Preetz sehr glücklich über den Transfer

«Mit Marko haben wir genau den Spielertyp für das zentrale Mittelfeld bekommen, den wir gesucht haben», sagte Hertha-Manager Michael Preetz. «Er ist technisch stark und passt mit seinen defensiven und offensiven Qualitäten, seiner Physis im Zweikampf und seinem guten Kopfballspiel perfekt in unser Anforderungsprofil.»

Am Montag wartet auf Hertha der erste Härtetest

In drei Pokalduellen beendete Braunschweig schon dreimal die Hoffnung auf ein Weiterkommen der Hertha, zuletzt stand Dardai 2004 beim 2:3 in der zweiten Runde noch selbst auf dem Platz. In die aktuelle Saison ist das Eintracht-Team mit dem sportlichen Leiter und Ex-Herthaner Marc Arnold allerdings äußerst mäßig gestartet, nach vier Spielen liegt der Absteiger nur auf Platz 18.

Dadai ist heiß auf Braunschweig

«Wir wissen wo Braunschweig seine Stärken hat. Deshalb: Gute Tagesform, Gas geben», warnte der Ungar dennoch und zeigte sich mit der Vorbereitung zufrieden. «Wir haben alles durchgezogen, physisch, taktisch, mental, der Teamgeist passt. Egal, ob 120 Minuten oder Elfmeterschießen - wir wollen weiterkommen.»

Am Samstag geht es zum Saisonstart gegen Nürnberg

Dennoch weiß Dardai immer noch nicht, wo sein Team wirklich steht. Erst nach dem Auftakt im nationalen Pokal und dem ersten Ligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg am nächsten Samstag (15.30 Uhr) könne er eine «realistische Meinung» abgegeben: «Das ist schwierig einzuordnen.» Gemeinsame Ziele hat er im Gespräch mit seiner Mannschaft bereits definiert, öffentlich nennen will er diese aber erst vor dem Bundesligastart an der Seite von Manager Preetz.

«Wenn ich zwei Spieler kriege, bin ich glücklich. Wenn ich sie nicht kriege, bin ich auch glücklich»

Auch über Transfers spricht der Coach mit seinem Geschäftsführer Sport. Vor Grujic hatten die Berliner Lukas Klünter (1. FC Köln), Pascal Köpke (FC Erzgebirge Aue) und Javairo Dilrosun (Manchester City U23) neu verpflichtet. Dardai liebäugelte noch mit dem ein oder anderen Neuzugang. «Wenn ich zwei Spieler kriege, bin ich glücklich. Wenn ich sie nicht kriege, bin ich auch glücklich», sagte der Ungar noch vor der Bekanntgabe des Transfers von Grujic. Mit Blick auf einen «sehr guten Dialog» mit Preetz erklärte er: «Der Manager arbeitet hart, es ist nicht einfach, der Markt ist ein bisschen verrückt geworden.»

Wackelkandidat: Marvin Plattenhardt

Auch der Verbleib von Nationalspieler Marvin Plattenhardt ist nach dem Schließen der Transferfenster in England und Italien noch nicht endgültig perfekt. Dardai betonte erneut, dass es «wunderbar» wäre, sollte der Linksverteidiger bei den Berlinern bleiben. «Ich habe nie etwas richtig Festes gehört, das waren immer nur Spekulationen», sagte der 42-Jährige über ein mögliches Interesse anderer Vereine. «Wenn ein Angebot kommt, wo er zufrieden und glücklich ist, dann müssen alle glücklich sein, wir auch.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. August 2018 08:47 Uhr

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