Lichtlein fällt länger aus: Füchse in Personalnot

Lichtlein fällt länger aus: Füchse in Personalnot

Nach den bitteren Niederlagen in der Bundesliga und dem neuerlichen Verletzungspech gibt es für die Füchse Berlin im Spitzenspiel der European League nur eine Devise. An diesem Dienstag treten die Hauptstädter beim Tabellenführer der Gruppe A, Wisla Plock, an (20.45 Uhr/DAZN). Die Füchse sind derzeit punktgleich mit den Polen auf Platz zwei.

Jaron Siewert

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Füchse-Trainer Jaron Siewert (r) coacht seine Mannschaft, daneben Marko Bezjak vom SC Magdeburg.

«Dort ist immer eine unangenehme Stimmung. Aber wir müssen alles reinhauen, um die letzten beiden Spiele auch für uns im Kopf vergessen zu machen», sagte Trainer Jaron Siewert mit Blick auf die Pleiten in der Meisterschaft gegen Flensburg und Magdeburg. Der Coach setzt auf den Willen seines Teams gegen den Vierten der vergangenen Saison der European League. «Viele Teams haben schon gezeigt, was mit Kampfgeist und Geschlossenheit möglich ist», sagte er.
Personell plagen den Vorjahresfinalisten erhebliche Sorgen. «Es sieht nicht so rosig aus. Wir werden einen relativ kleinen Kader zur Verfügung haben», sagte Siewert. Gegen Magdeburg fielen in Paul Drux, Fabian Wiede und Viran Morros gleich drei Akteure aus. «Von denen erwarte ich keinen zurück», sagte der Füchse-Coach.
Und auch Nils Lichtlein wird fehlen. Der 19-Jährige war im Spiel gegen Magdeburg ohne Fremdeinwirkung umgeknickt. Am Montag unterzog sich der Rückraumspieler einer MRT-Untersuchung. Die Diagnose: «Neben allen drei Außenbändern ist auch ein Innenband im oberen Sprunggelenk gerissen», hieß es in einer Mitteilung.
«Es ist ein herber Rückschlag für Nils persönlich aber auch für uns als Füchse Berlin. Nils hat diese Saison schon gezeigt, dass er zurecht im Kader steht und hätte jetzt eine noch wichtigere Rolle einnehmen können», sagte Cheftrainer Jaron Siewert. Mit einer Rückkehr Lichtleins rechnen die Füchse erste nach der Winterpause.
Zumindest für das Spiel gegen Plock steht auch Marko Kopljar nicht zur Verfügung. In Max Beneke und Robin Heinis wurden zwei deutsche A-Jugendmeister aus der vergangenen Saison in den Profikader der Füchse Berlin befördert. «Wir können froh sein, dass wir so ein großes Repertoire an guten Spielern im Nachwuchs der Füchse Berlin haben», sagte Hanning.
Taktisch werden sich die Berliner aber umstellen müssen, sie setzen nun auf das Überzahlspiel. «Sieben gegen sechs hatte ich sonst so eigentlich nie so im Portfolio», sagte Siewert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. November 2021 16:00 Uhr

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