Füchse unzufrieden: «Mit einem blauen Auge davongekommen»

Füchse unzufrieden: «Mit einem blauen Auge davongekommen»

Bei den Füchsen Berlin war nach dem 24:23-Zittersieg beim Tabellenvorletzten TuSEM Essen am Sonntag niemand zufrieden. «Wir sind schon mit einem blauen Auge davongekommen», sagte Kapitän Paul Drux. Denn die Berliner hatten beinahe noch eine komfortable Sechs-Tore-Führung verspielt. «Wir haben einfach zu viele technische Fehler gemacht», ergänzte Nationalspieler Drux, der mit dem Siegtreffer 21 Sekunden vor dem Ende sein Team rettete.

Jaron Siewert

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Jaron Siewert, Trainer der Füchse Berlin, spricht nach einem Spiel auf einer Pressekonferenz.

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie in der Handball-Bundesliga sollte in Essen die große Wende kommen. «Der erwünschte Turnaround war es noch nicht. Am Ende haben wir sehr glücklich gewonnen», sagte Trainer Jaron Siewert. Der Coach kritisierte vor allem den Auftritt in der zweiten Hälfte: «Wie wir es schaffen, das Spiel für Essen zu öffnen, ist sehr leichtfertig und vielleicht auch leichtsinnig.»
Die Talfahrt wurde zwar gestoppt, aber die Leistung machte auch wenig Mut. Da kommt es den Füchsen nicht ungelegen, dass der Ligabetrieb wegen der Olympia-Qualifikation am nächsten Wochenende in Berlin für sie nun elf Tage ruht. «Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, den Fokus wieder neu zu finden», sagte Siewert. Der Coach hofft, dass dann die Leichtigkeit zurückkehrt. «Wir müssen uns wieder in eine Situation bringen, in der alles leichter von der Hand geht», forderte er.
Zudem können die Spieler, die nicht mit ihren Nationalteams im Einsatz sind, durchschnaufen. Denn die Füchse mussten zuletzt vier Spiele in nur zwölf Tagen absolvieren. Und eine gewisse Müdigkeit war ihnen auch in Essen anzumerken. «Deshalb geht es auch darum, erst einmal wieder die Akkus aufzuladen», sagte Siewert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. März 2021 10:49 Uhr

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