Abschied und Corona-Sorgen: Füchse im Wechselbad der Gefühle

Abschied und Corona-Sorgen: Füchse im Wechselbad der Gefühle

Sehr emotional wurde es bei den Füchsen Berlin nach dem 35:28-Heimsieg gegen die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga. Nach sieben Jahren in der Hauptstadt wurde der schwedische Rechtsaußen Mattias Zachrisson verabschiedet. «Natürlich wollte die Mannschaft auch ein gutes Spiel machen zur Verabschiedung von Zacke. Und das ist auch gelungen», sagte Trainer Jaron Siewert.

Mattias Zachrisson

© dpa

Spieler Mattias Zachrisson der Füchse Berlin verabschiedet sich bei den Fans.

Zachrisson wurde am Sonntag geherzt, umarmt und von den 600 Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert. Beim 30 Jahre alten Schweden und bei einigen Teamkollegen kullerten die Tränen. Sagen wollte der Musterprofi lieber nichts. Zachrisson musste wegen Schulterproblemen seine aktive Karriere frühzeitig beenden.
Der Sieg war aber nicht nur eine würdige Verabschiedung, er war auch elementar wichtig. Denn die Füchse kletterten mit dem Erfolg auf Platz zehn und blicken nun wieder Richtung oberes Tabellendrittel.
«Wie sich jeder vorstellen konnte, lastete doch recht viel Druck auf uns», berichtete Siewert. Die Füchse konnten besonders offensiv überzeugen. «Für uns war es sehr wichtig, dass es vom Auftritt her ein sehr deutlicher Sieg wurde. Daher freue ich mich über die Leistung, die wir als Reaktion auf die Leistung in Minden gezeigt haben», ergänzte der Füchse-Trainer.
Gerade richtig in Schwung gekommen, ist für die Füchse aber auch schon Länderspielpause. Jacob Holm und Lasse Andersson reisen zur dänischen Nationalmannschaft, Marian Michalczik zur deutschen. Bei weiteren Akteure ist es noch nicht geklärt.
Einerseits kommt die Pause Siewert nicht ganz ungelegen, «weil wir schon den einen oder anderen haben, der etwas angeschlagen ist.» Andererseits macht er sich auch Sorgen über die Reisen. «Natürlich macht man sich Gedanken, wie andere Verbände Corona-Maßnahmen umsetzen. Man kann es absolut nicht einschätzen, wie die Spieler zurückkommen. Es ist immer ein Restrisiko da», sagte er.
Siewert hofft nun, «dass wir Spieler nicht in Quarantäne stecken müssen, wenn sie zurückkommen.» Am 12. November geht es für die Füchse beim deutschen Meister THW Kiel weiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. November 2020 10:43 Uhr

Weitere Nahcrichten zu den Füchsen Berlin