Füchse Berlin retten Punkt in Leipzig: «Können damit leben»

Füchse Berlin retten Punkt in Leipzig: «Können damit leben»

Den Fehlstart konnten die Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga gerade noch abwenden. Fünf Tage nach der derben Pleite gegen Magdeburg holten die Hauptstädter am Sonntag beim 24:24 (13:10) im nächsten Ostderby beim SC DHfK Leipzig zumindest noch einen Punkt. «Aufgrund des Spielverlaufs, der Emotionen und des Kampfes ist das vielleicht eine faire Punkteteilung», sagte Nationalspieler Marian Michalczik. Und Kapitän Paul Drux ergänzte: «Mit dem Punkt können wir leben.» Für die Füchse war es der dritte Punkt im dritten Spiel. Bester Berliner Werfer war Lasse Andersson mit sieben Toren.

Bei den Füchsen feierte Neuzugang Milos Vujovic nach seinem Fahrradunfall sein Debüt. Und die Gäste kamen gleich gut ins Spiel. Die Deckung stand und Keeper Dejan Milosavljev glänzte mit einigen Paraden. Nach knapp neun Minuten führten die Füchse 5:2. «Wir wollten zeigen, dass wir als Mannschaft besser sind, als das, was wir gegen Magdeburg gezeigt haben», sagte Rechtsaußen Hans Lindberg.
Doch danach kamen die Sachsen besser in die Partie. In der 18. Minute musste zudem noch Füchse-Spielmacher Jacob Holm vorzeitig vom Feld. «Das war natürlich unglücklich, dass er so früh die Rote Karte bekam. Er fehlt uns natürlich mit seiner individuellen Stärke», fand Michalczik.
Auf beiden Seiten häuften sich die technischen Fehler. Die Füchse scheiterten vermehrt am Leipziger Keeper Kristian Saeveras. Nach 24 Minuten übernahmen die Gastgeber wieder die Führung (9:8). «Deshalb bleibt ein ärgerliches Gefühl, weil wir zu viele Fehler gemacht haben», sagte Lindberg. Doch kurz vor der Pause schlugen die Berliner mit einem 5:1-Lauf zurück und gingen mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine.
Doch gerade einmal zwei Minuten nach dem Seitenwechsel war der Vorsprung wieder verspielt. «Wir belohnen uns einfach nicht selbst», klagte Drux. Nun war die Partie sehr ausgeglichen und die Führung wechselte hin und her. Eine Zwei-Tore-Führung (21:19) konnten die Füchse erneut nicht halten - ebenso wenig wie Leipzig (23:21). 47 Sekunden vor dem Ende rettete Fabian Wiede mit seinem Treffer zumindest noch einen Punkt für die Berliner. Den letzten Wurf des Spiels parierte Milosavljev.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 11. Oktober 2020 15:52 Uhr

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