Nach Nordhorn-Sieg schauen Füchse auf Derby

Nach Nordhorn-Sieg schauen Füchse auf Derby

Bei den Füchsen ging der Blick nach dem mühsamen 25:20-Erfolg am Samstagabend bei der HSG Nordhorn-Lingen sofort nach vorne. Denn schon am Dienstag steht für die Berliner mit dem Heimspiel gegen den SC Magdeburg (19.00 Uhr/Sky) das zweite Spiel in der Handball-Bundesliga an. «Deshalb müssen wir schnell wieder Kräfte sammeln», forderte Kapitän Paul Drux.

Maskottchen Fuchsi

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Maskottchen Fuchsi feuert das Team der Füchse Berlin an.

Für Manager Bob Hanning kommt das Ostderby nicht zum richtigen Zeitpunkt. Die brisante Partie war in den vergangenen Jahren meist ausverkauft und sehr von Emotionen geprägt. Am Dienstag dürfen wegen den Corona-Bestimmungen lediglich 750 Fans in die Max-Schmeling-Halle. «Wirtschaftlich ist das natürlich eine Katastrophe», sagte er. Zumindest werden die Berliner ein echtes Heimspiel haben, denn Gäste-Fans sind nicht erlaubt. Drux ist jedenfalls schon heiß auf das Ostderby. «Wir freuen uns auf jeden Fall schon drauf», sagte er.
Sportlich wird das Match ein echter Prüfstein. «Das ist immer ein besonderes Spiel und ein echter Härtetest. Man kann dann auch sehen, wie weit wir schon unter Stress sind», sagte Hanning. Denn noch befinden sich die Füchse in ihrer Findungsphase. Der Sieg gegen Nordhorn war «ein hartes Stück Arbeit», wie es Trainer Jaron Siewert nannte. Doch im Gegensatz zum SC Magdeburg, der seinen Auftakt überraschend gegen den Bergischen HC verlor, feierten die Füchse einen erfolgreichen Ligaeinstand.
Trotzdem ist allen klar, dass die Leistung von Nordhorn gegen die Bördeländer nicht reichen wird. «Deshalb müssen wir uns auf jeden Fall deutlich steigern», forderte Nationalspieler Simon Ernst. In der ersten Hälfte lief bei den Füchsen offensiv kaum etwas zusammen. Sie erlaubten sich zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. «Es war definitiv zu wenig im Angriff mit zehn Toren», kritisierte Siewert deshalb sein Team.
Erst mit einer Steigerung in der zweiten Halbzeit konnte ein Fehlstart verhindert werden. Auch wenn Siewert gestand: «Das war sicher kein Leckerbissen und das Ergebnis war ein Teil schmeichelhafter als es das Spiel war.» Allerdings plagen die Füchse weiterhin erhebliche Verletzungssorgen.
Gegen Nordhorn fehlte in Fabian Wiede, Jacob Holm, Johan Koch, Jakov Gojun, Milos Vujovic, Frederik Simak und Mattias Zachrisson immer noch eine komplette Mannschaft. Die Wechselmöglichkeiten sind also begrenzt. Drux forderte deshalb: «Mit dem schmalem Kader momentan müssen wir das Beste rausholen.» Möglicherweise lichtet sich das Lazarett zum Dienstag aber etwas. «Ein oder zwei Spieler könnten dann zurückkehren», sagte Siewert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 4. Oktober 2020 11:19 Uhr

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