Füchse selbstbewusst: «Mannschaft hat Potenzial»

Füchse selbstbewusst: «Mannschaft hat Potenzial»

Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein starten die Füchse Berlin in die neue Saison der Handball-Bundesliga. «Die Mannschaft hat sehr viel Potenzial und kann sehr erfolgreich sein. Sie muss sich vor niemandem verstecken», sagte Sportvorstand Stefan Kretzschmar. Die Berliner beginnen am Samstag bei der HSG Nordhorn-Lingen (20.30 Uhr/Sky): Ein Auftakt, der schon richtungsweisend sein könnte.

Stefan Kretzschmar

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Stefan Kretzschmar, Vorstand Sport Füchse Berlin, spricht bei einer Pressekonferenz.

Denn in der vergangenen Spielzeit erlebten die Berliner Ende Februar ausgerechnet gegen die Niedersachsen eine böse Überraschung und verloren sensationell. Ein Tiefpunkt, der zu Entlassung von Trainer Velimir Petkovic führte. «Das war eine der wenigen richtigen Enttäuschungen. Mit Blick auf die letzte Saison ist das sicherlich jetzt ein besonderes Spiel. Es sind noch ein paar Leute da, die eine Rechnung offen hätten», glaubt Kretzschmar. «In dem Spiel haben wir mehr oder weniger unsere Champions-League-Träume begraben müssen.»
Die Königsklasse soll es nun in dieser Saison werden. «Unser Ziel sollte es schon sein, die großen Drei anzugreifen. Wir waren letzte Saison Sechster und ich bin jetzt kein Freund davon zu sagen, wir wollen jetzt Fünfter werden. Das wäre mir jetzt zu wenig», kündigte Kretzschmar an. Um das Ziel zu erreichen, wurde mit dem erst 26-jährigen Jaron Siewert ein neuer Trainer geholt. Und auch dessen Blick geht lieber nach vorn als zurück: «Alles, was in der Vergangenheit passiert ist, gehört auch in die Vergangenheit.»
Siewert hat seine eigene Spielidee, baut auf Tempo und Kreativität. «Wir wollen bewusst einen neuen Weg gehen», kündigte Siewert er an. Dem jüngsten Trainer der Bundesliga geht es auch darum, eine neue Selbstverständlichkeit als Spitzenteam aufzubauen: «Es soll einen anderen Anspruch geben.» Denn die Füchse wollen auch mental eine Spitzenmannschaft sein. Gerade die Einstellung der Spieler stand in der vergangenen Spielzeit immer wieder mal in der Kritik.
Um die Ziele erreichen zu können, kamen vier Neuzugänge. Mit Marian Michalczik (Minden), Lasse Andersson (Barcelona), Milos Vujovic (Tatabanya/Ungarn) und Valter Chrintz (IFK Kristianstad/Schweden) haben die Füchse vor allem in der Breite deutlich zugelegt. Gerade in der durch die Corona-Krise sehr kompakte Saison mit vielen Spielen soll das zum Vorteil werden.
Schon am Donnerstag bei der souveränen Qualifikation für die Gruppenphase der European League gegen die Ungarn von Gyöngyös zahlte sich die Strategie auch. Trotz erheblicher Verletzungssorgen überzeugte das Team mit Tempo und Variabilität. Mit Vujovic, Fabian Wiede, Jacob Holm, Frederik Simak, Johan Koch, Mattias Zachrisson, Jakov Gojun und Simon Ernst fehlten gleich acht Akteure. Gegen Nordhorn hofft Trainer Siewert aber auf erste Rückkehrer.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. Oktober 2020 11:02 Uhr

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