Füchse trotz Sieg nicht zufrieden: «War etwas holprig»

Füchse trotz Sieg nicht zufrieden: «War etwas holprig»

So richtig zufrieden waren die Füchse Berlin nach dem harten erkämpften 25:23-Erfolg im ungarischen Gyöngyös nicht. «Gut, dass wir einen Sieg einfahren konnten, auch wenn es etwas holprig war», sagte Nationalspieler Marian Michalczik. Zumindest ist mit dem Hinspielsieg der angestrebte Einzug in die Gruppenphase für den Handball-Bundesligisten zum Greifen nah. Am nächsten Dienstag (20.45 Uhr) würde den Berlinern in der Max-Schmeling-Halle sogar eine Niederlage mit einem Treffer reichen.

Jaron Siewert

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Der Füchse-Trainer Jaron Siewert spricht während eines Interviews.

Die Füchse taten sich schwer. Es war das erste Pflichtspiel nach langer Corona-Pause, die Ungarn hatten bis dahin schon vier Ligaspiele absolviert. «Man hat gemerkt, dass der Gegner schon mehr Wettkampfpraxis in dieser Saison hat», sagte Trainer Jaron Siewert. Als Ausrede wollte er 26-Jährige das aber nicht gelten lassen. Die Füchse wollen und müssen sich weiter steigern.
«Wir hätten einiges besser machen können», fand deshalb auch Michalczik. Denn noch war die Fehlerquote im Spiel zu hoch. «Wir hatten sicherlich zu viele Ballverluste», mahnte Siewert. Und auch bei der Chancenverwertung gibt es noch Luft nach oben. Einzig Keeper Dejan Milosavljev bewahrte - vor allem in der ersten Hälfte - die Berliner vor einem hohen Rückstand im Spiel. Der Serbe zeigte insgesamt 14 Paraden.
Auch die Defensivarbeit stand im Fokus der Kritik. «Wir hätten auch ein besseres Rückzugsverhalten haben können. Da haben uns die Gyöngyös-Jungs doch relativ häufig überlaufen», kritisierte Michalczik. Zu oft kassierten die Füchse zu schnell ihre Gegentore. Siewert ist sich aber sicher, diese Fehler bis zum Rückspiel aufarbeiten zu können. «Ich bin guter Dinge, das dann positiv gestalten zu können», sagte der Trainer.
In der hitzigen Atmosphäre in Gyöngyös behielten die Füchse trotz Personalproblemen einen kühlen Kopf. Die 1500 Zuschauer fassende Halle war mehr als zur Hälfte gefüllt - ohne Abstand zu halten. «Es waren überraschend viele Zuschauer in der Halle», fand Siewert. In der Halle herrschte zwar Maskenpflicht, die aber nicht jeder Zuschauer einhielt. Sorgen machen sich die Füchse deshalb aber nicht.
Gleich nach der Rückkehr am Mittwochnachmittag wird das Team direkt vom Flughafen Schönefeld in die Charité zum Corona-Test gefahren. Beim Rückspiel in eigener Halle werden dann nur 500 Fans dabei sein können. «Bei uns wird das ganz diszipliniert und zivilisiert verlaufen mit genug Abstand», betonte Manager Bob Hanning.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. September 2020 10:27 Uhr

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