Füchse und Mandalinic trennen sich: «Folge der Corona-Krise»

Füchse und Mandalinic trennen sich: «Folge der Corona-Krise»

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie haben Auswirkungen auf die Kaderplanung des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin. Der Hauptstadtclub löste den eigentlich noch bis 2021 laufenden Vertrag mit dem kroatischen Rückraumspieler Stipe Mandalinic (27) vorzeitig auf, wie Manager Bob Hanning der «Berliner Morgenpost» (Donnerstag) bestätigte. «Das ist eine Folge der Corona-Krise», sagte Hanning und ergänzte: «Wir sind in gar keinem Fall in der Lage, mit diesem Kader in die neue Saison zu gehen.»

Stipe Mandalinic

© dpa

Berlins Stipe Mandalinic (l) wird gestoppt von Gabor Ancsin von Grundfos Tatabanya.

Der Abbruch der Bundesliga-Spielzeit und das vorzeitige Ende der Europapokal-Saison lösen bei den Füchsen finanzielle Sorgen aus, deswegen werde es «nicht das letzte Gespräch dieser Art gewesen sein», sagte Hanning. Weitere Abgänge seien durchaus denkbar.
Der gegenwärtige Kader kann nicht gehalten werden. «Unsere wirtschaftliche Situation gibt das nicht her», sagte Hanning, der mit den Berlinern nicht mal einen internationalen Startplatz für die kommende Spielzeit sicher hat. Noch hoffen die Füchse aber darauf, eine Wildcard zu bekommen und so europäisch starten zu dürfen.
Der linke Rückraumspieler Mandalinic war im Herbst 2017 als Torschützenkönig der Champions League aus Zagreb nach Berlin gewechselt, konnte aber nie richtig überzeugen. In der abgelaufenen Saison hatte er nur 24 Tore erzielt und würde im Sommer bei den Füchsen zudem viel Konkurrenz erhalten. Der Club hatte Lasse Andersson (vom FC Barcelona) und Marian Michalczik (Minden) verpflichtet, die beide die gleiche Position bekleiden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. April 2020 11:39 Uhr

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