Heinevetter und Müller durch Hassliebe verbunden

Heinevetter und Müller durch Hassliebe verbunden

In den vergangenen Duellen zwischen den Füchsen und Melsungen gerieten Silvio Heinevetter und Michael Müller oft aneinander. Jetzt tragen sie beim Spiel gegen die Hessen erstmals das gleiche Trikot.

Silvio Heinevetter (l) und Michael Müller

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Torwart Silvio Heinevetter (l) und Michael Müller sitzen auf der Bank.

Wenn in der Vergangenheit die Füchse Berlin und die MT Melsungen aufeinandertrafen, ging es hoch her. Meist mittendrin: Silvio Heinevetter und Michael Müller. Nun stehen die beiden 35-Jährigen in diesem Duell am Donnerstag (19.00 Uhr) erstmals auf derselben Seite.
«Er ist ein Charakter, der die Emotionen braucht. Wenn ich Trainer wäre, würde ich ihn immer triezen», sagt Rückraumspieler Müller, der vor dieser Saison zu den Füchsen wechselte, über Heinevetter. «Wenn das Spiel eng ist, dann sind die Emotionen natürlich hoch. Dann ist das egal, ob da ein Müller, Danner oder Lemke steht», berichtet dieser.
Der Berliner Torhüter war in vergangenen Aufeinandertreffen stets ein Protagonist, wenn es gegen die Hessen ging - sportlich und emotional. Denn oft geriet er mit Müller aneinander. In Wirklichkeit verstehen sich die beiden 35-Jährigen aber richtig gut, teilten sich bei der Nationalmannschaft und jetzt bei den Füchsen immer ein Zimmer. «Auch wenn es von außen so aussah, dass man sich hasst. Ich verstehe mich richtig gut mit Heine», verrät Müller. So waren nach Spielende die Streitigkeiten immer sofort beendet. «Dafür sind wir beide auch erfahren genug. Danach wurde immer ganz entspannt geredet, weil du den anderen ja auch privat gut kennst», erklärt Heinevetter.
Sich gegenseitig zu foppen, können sie sich aber trotzdem nicht verkneifen. Vor allem Müller kann mit dem Torhüterdasein seines Kollegen wenig anfangen. «Das macht man einfach nicht, man stellt sich nicht ins Tor. Und wenn man so einen Ball mit 120 km/h an den Kopf kriegt, dann muss ja etwas passieren», sagt er. Und auch Heinevetter teilt verbal gerne aus. «Ich haue ihn auch so schon oft in die Pfanne. Wenn das nicht wäre, wäre es auch langweilig», sagt er.
Seit dieser Saison spielen beide nun bei den Füchsen, die als Tabellensechster einen Zähler hinter Melsungen stehen. Müller sieht deshalb auch weniger Reibungspunkte. «Einen, der richtig polarisiert, gibt es in Melsungen nicht mehr. Keiner der mit dem Schiedsrichter motzt, wie das Heine oder ich gemacht haben», sagt er. Während für Heinevetter, der im nächsten Sommer pikanterweise nach Melsungen wechseln wird, die Partie eine wie jede andere ist, ist es für Müller gegen sein Ex-Verein ein besonderes Spiel.
«Natürlich wird das komisch», verrät er. Für ihn sei dies auch eine Extra-Motivation. «Der Abgang war jetzt auch nicht so, wie man sich das gewünscht hat. Wenn man jahrelang alles für den Verein getan hat», sagt er. «Deswegen würde ich mich natürlich extrem freuen, wenn wir gewinnen.»
Füchse Berlin - HSV Hamburg
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. November 2019 13:57 Uhr

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