Füchse glauben wieder an sich selbst

Füchse glauben wieder an sich selbst

Die Verantwortlichen der Füchse Berlin erhoffen sich vom Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen einen positiven Effekt. Besonders die Abwehr mit Keeper Dejan Milosavljev konnte überzeugen. Die Spieler senden ein Signal an einen verletzten Kollegen.

Füchse Berlin glauben wieder an sich

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Das Team der Füchse Berlin feiert gemeinsam einen Erfolg.

Der 23:22-Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen war für die Füchse Berlin von großer Bedeutung. Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen und der schweren Verletzung von Spielmacher Simon Ernst hat der Erfolg den Berlinern den Glauben an sich selbst zurückgegeben. «Wir haben gezeigt, was wir erreichen können, wenn wir 60 Minuten kämpfen und alles investieren», sagte Trainer Velimir Petkovic am Sonntag erfreut.
Die Füchse überzeugten mit Kampf und Leidenschaft. «Die Bereitschaft war bis zum Ende immer da. Aus meiner Sicht war die erste Halbzeit die beste, die wir im ganzen Jahr gespielt haben», lobte Manager Bob Hanning sein Team. Von den vergangenen fünf Heimspielen gegen die Löwen gewannen die Berliner vier Duelle. «Sie liegen uns einfach ganz gut. Aber das müssen wir natürlich auch gegen andere schaffen», sagte Nationalspieler Paul Drux.
Ein Extralob gab es für Torhüter Dejan Milosavljev, der nicht nur den letzten Wurf der Löwen parierte, sondern auch mit weiteren zahlreichen Paraden überzeugte. «Dafür haben wir einen Weltklasse-Torhüter im Kasten», lobte ihn Hanning. Gleich mit seiner ersten Aktion entschärfte Milosavljev einen Siebenmeter. «Die ersten Bälle sind für einen Torhüter besonders wichtig. Wenn du erst einmal nichts hälst, geht der Kopf schnell runter», verriet er.
Am Ende stellte sich nur die Frage, warum die Füchse nicht in jedem Auftritt so couragiert zu Werke gehen. «Wenn der Kopf und die Bereitschaft immer so da gewesen wären, hätten wir nicht gegen Minden, Balingen oder Leipzig verloren», betonte Hanning. «Aber das zeigt ja, dass das Potenzial da ist. Egal, ob Simon Ernst oder Mattias Zachrisson da sind oder nicht», fuhr der Manager fort. Nur muss es auch abgerufen werden.
Der verletzte Spielmacher Ernst - dem mit gerade einmal 25 Jahren nach seinem dritten Kreuzbandriss das Karriere-Ende droht - war aber dennoch in den Köpfen der Spieler. Beim Aufwärmen trugen alle T-Shirts mit seinem Konterfei, seinem Namen und seiner Spielernummer zwei. Dazu das Wort «#Staystrong». «Ich hoffe Simon hat es gesehen, dass wir auch für ihn gefightet haben und er wenigstens ein kleines Lächeln auf der Couch bekommen hat», sagte Drux.
Füchse Berlin - HSV Hamburg
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. November 2019 10:40 Uhr

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