Füchse-Spielmacher Ernst will vor Heimdebüt «Rolle finden»

Füchse-Spielmacher Ernst will vor Heimdebüt «Rolle finden»

16 Monate war Nationalspieler Simon Ernst zum Zuschauen verdammt. Am Sonntag gegen Erlangen feiert er nun sein Heim-Debüt im Füchse-Trikot

Simon Ernst

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Simon Ernst.

Für Simon Ernst vom Handball-Bundesligisten Füchse Berlin steht gleich zu Saisonbeginn ein ganz besonderer Moment an. «Das wird ein emotionales Highlight für mich», freut sich der Spielmacher auf die erste Heimpartie in der neuen Spielzeit am Sonntag gegen den HC Erlangen. Seit einem Jahr steht Ernst im Kader der Füchse, doch erst am Sonntag wird der Spielmacher zum ersten Mal in der Max-Schmeling-Halle auflaufen dürfen.
Zwei Kreuzbandrisse hintereinander und 16 Monate Leidenszeit hat der 25-Jährige hinter sich gelassen. «Die erste Phase nach der Verletzung war mental schon sehr hart und man fragt sich schon, klappt das alles noch. Insofern ordne ich das als Riesen-Erfolg ein, das geschafft zu haben», berichtet er. Deshalb möchte er diese Phase nun abschließen und nur noch nach vorne schauen. «Das ist jetzt Simon 2.0», sagt er schmunzelnd.
Denn auch das ist für Ernst eine große Herausforderung. «Ich muss mich selber als Handballer wieder finden und mich in ein neues Team integrieren», sagt er. Die Automatismen sind noch nicht wieder da, die Fehlerquote noch zu hoch. «Das wundert einen selbst manchmal. Aber das wird wieder. Das ist ja auch für mich eine neue Situation.», fügt er hinzu. Die Füchse geben ihm aber diese Zeit. «Er darf Fehler machen. Er wird noch zwei bis drei Monate brauchen», meint Trainer Velimir Petkovic.
Und doch brauchen die Berliner ihn schnell. Denn der Spielmacher ist auch ihr Hoffnungsträger. «Was er schon im Training macht ist phänomenal. Er sollte einer der besten deutschen Spieler sein», meint Petkovic. Und auch durch den Ausfall von Jakob Holm ist Ernst als Spielmacher noch mehr gefragt. Er bekommt schon jetzt mehr Spielanteile als eigentlich geplant. «Einerseits freue ich mich darüber, andererseits täte es sicherlich auch gut, noch weniger zu spielen», sagt er. Eine erneute Verletzung will man nicht riskieren. Deshalb versucht man Ernst noch zu schonen - soweit das möglich ist.
An eine Rückkehr in die Nationalmannschaft will Ernst deshalb auch noch nicht denken. «Ich muss erst in Berlin meine Rolle finden und Leistung bringen. Da schaue ich noch nicht auf die Nationalmannschaft. Das ist ohnehin sehr schwierig, da wieder rein zu kommen», glaubt er. Bundestrainer Christian Prokop hat ihn aber weiter im Visier, der Kontakt war auch in seiner Verletzungspause immer da. «Wir hatten über das Jahr immer Kontakt. Das war cool, dass er immer nachgefragt hat», berichtet er.
Der Fokus geht für Ernst zunächst nur auf die Füchse. Und mit denen steht er nach der Auftaktpleite in Leipzig gegen Erlangen schon leicht unter Druck. «Da brauchen wir nicht drumherum reden. Das ist ein Gegner, den wir schlagen müssen.»
Füchse Berlin - HSV Hamburg
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 30. August 2019 11:14 Uhr

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