Füchse bemühen sich um positives Saisonfazit

Füchse bemühen sich um positives Saisonfazit

Ein Seuchenjahr ging für die Füchse Berlin zu Ende. Dazu passte der schwache Abschluss mit der Heimpleite gegen Wetzlar. Das Erreichen eines internationalen Platzes versöhnt aber etwas.

Maskottchen Fuchsi

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Maskottchen Fuchsi von Füchse Berlin klopft sich vor dem Spiel auf die Brust. Foto: Andreas Gora

Berlin (dpa/bb) – Das wichtigste Saisonziel haben die Füchse Berlin doch noch erreicht. Die Hauptstädter werden auch kommende Saison wieder im EHF-Pokal spielen - trotz der 25:27-Heimpleite am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga gegen Wetzlar. «So wie es gelaufen ist, können wir schon mit dem sechsten Platz zufrieden sein», sagte Nationalspieler Paul Drux am Sonntag. Nach all den Verletzungsproblemen und den zu vielen Tiefs in dieser Saison gab es doch noch ein versöhnliches Ende. «Deshalb kann alles auch nicht so schwarz sein», sagte Trainer Velimir Petkovic.
Doch den internationalen Startplatz gab es nur, weil der Bergische HC gegen Meister Flensburg verlor und somit die Füchse nicht mehr verdrängen konnten. Am Ende entschied die Tordifferenz. Und deshalb musste nach Spielende gegen Wetzlar noch gezittert werden. Das gefiel den Füchse-Verantwortlichen weniger. «Das Spiel war das absolute Spiegelbild der Saison. Ich habe für diese Leistung keine Worte und auch überhaupt kein Verständnis», sagte Manger Bob Hanning. Auch Petkovic sprach von einer «Riesenenttäuschung».
Deshalb sind auch alle froh, dass diese Saison nun zu Ende ist. Der Kräfteverschleiß in diesem Jahr war einfach zu groß. «Hinten raus waren wir stehend k.o.», gestand Drux. Auch im letzten Spiel mussten dir Füchse wieder Ausfälle verkraften. Fabian Wiede fehlte verletzt, Stipe Mandalinic musste wegen eines Todesfalls in der Familie nach Kroatien reisen. Als Ausrede sollte das aber nicht gelten. «Es gibt für vieles Erklärungen, aber eben nicht für alles. Wir können mit vielen Dingen nicht einverstanden sein», sagte Hanning.
Deshalb blicken die Berliner auch schon in Richtung Zukunft. Mit Erik Schmidt (nach Magdeburg), Bjarki Elisson (Lemgo) und Malte Semisch (Minden) wurden drei Spieler verabschiedet. Der Vertrag vom dänischen Nationalspieler Jakob Holm wurde bis 2024 verlängert. «Denn er ist mit seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende», sagte Hanning.
Die Kaderplanung ist somit abgeschlossen. Michael Müller (Melsungen) soll den Rückraum verstärken und die Torhüter Martin Ziemer (Hannover) und Dejan Milosavljev (Vardar Skopje) den Konkurrenzkampf im Kasten verstärken. Vor allem von dem Serben, der vom Champions-League-Sieger Skopje kommt, wird viel erwartet. «Er wird uns helfen. Denn die Konkurrenz lässt alle nicht locker werden. Da erwarte ich auch von Heinevetter mehr», sagte Petkovic.
Neuer Hoffnungsträger auf bessere Zeiten könnte aber Spielmacher Simon Ernst werden. Der Nationalspieler hat seine Kreuzbandrissverletzung auskuriert und wird Mitte Juli voll in die Saisonvorbereitung einsteigen. «Und ich habe richtig große Erwartungen an ihn», sagte Petkovic. Bisher hat er allerdings noch kein Spiel für die Füchse absolviert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. Juni 2019 11:40 Uhr

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