Füchse unter Druck: Kampf um europäischen Startplatz

Füchse unter Druck: Kampf um europäischen Startplatz

Mit einem Sieg gegen Wetzlar können die Füchse sich für Europa qualifizieren. Drei Spieler werden verabschiedet - Keeper Heinevetter dagegen noch nicht.

Velimir Petkovic gestikuliert

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Velimir Petkovic, Trainer der Füchse Berlin, gestikuliert.

Für die Füchse Berlin steht am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga ein echtes Endspiel an. Gewinnen die Berliner am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle gegen die HSG Wetzlar (15.00 Uhr), spielen sie nächste Saison im EHF-Pokal. «Dieses Spiel will jeder gewinnen. Aber der Druck ist natürlich jetzt da», meint Trainer Velimir Petkovic.
Im Dreikampf mit dem punktgleichen TV Melsungen (daheim gegen Lemgo) und dem zwei Zähler weniger aufweisenden Bergischen HC (daheim gegen Tabellenführer Flensburg) kämpfen die Berliner um zwei Plätze. Auf Schützenhilfe wollen sich die Berliner nicht verlassen. «Wir entscheiden über uns. Egal, was woanders passiert», sagt Petkovic.
Der Coach verdeutlicht den eigenen Anspruch: «Wenn wir die Qualifikation für Europa nicht schaffen, machst du dir die ganze Saison kaputt.» Elf Tage Zeit hatten die Füchse, um sich auf dieses Spiel vorzubereiten und dabei die Spannung weiter hoch zu halten. «Wir spielen jetzt gegen uns. Wir müssen in unserem Kopf gewinnen», glaubt deshalb der Trainer.
Die Berliner sind wenig begeistert von diesem Spielplan. Vor allem, weil es für sie noch um viel geht. «Andere sind schon auf Mallorca, wir müssen noch zweimal am Tag trainieren», sagt Petkovic in Anspielung darauf, dass gleich fünf Bundesligisten die letzten Tage zu Spielerreisen nutzten. So geht es auch für Kontrahent Wetzlar in diesem Spiel sportlich um nichts mehr. «Die spielen schon seit fünf Tagen Fußball im Training», glaubt Petkovic.
Vor der richtungsweisenden Partie werden Erik Schmidt (wechselt nach Magdeburg), Bjarki Elisson (Lemgo) und Malte Semisch (Minden) offiziell verabschiedet. Nationalkeeper Silvio Heinevetter, der 2020 nach Melsungen wechselt, soll auch kommende Saison bleiben. «Nach jetzigem Stand der Dinge wird da nichts mehr passieren. Nicht von unserer Seite aus», sagt Manager Bob Hanning.
Mit Dejan Milosavljev von Champions-League-Sieger Skopje kommt sein Nachfolger schon im Sommer. Aus Hannover stößt mit Martin Ziemer ein dritter Torhüter hinzu. Hanning sieht darin aber kein Problem. «Andere haben zwei Torhüter, wir eben drei. Das ist kein Wagnis, sondern kann ja auch beflügelnd sein», sagt er.
Füchse Berlin - HSV Hamburg
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. Juni 2019 11:53 Uhr

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