Füchse nach Pokal-Aus: «Zu schnell den Kopf verloren»

Füchse nach Pokal-Aus: «Zu schnell den Kopf verloren»

Die Füchse hatten beim Final Four im Pokal auf die positive Wendung einer bisher mäßigen Saison gehofft. Aber die Fehlerquote im Berliner Spiel bleibt weiter zu hoch.

Berlins Torwart

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Berlins Torwart Silvio Heinevetter reagiert während des Spiels.

Nach der verpassten ersten Titelchance der Saison herrschte bei Handball-Bundesligist Füchse Berlin Frust. «Wir haben wirklich gut angefangen, aber dann einfach zu schnell dann Kopf verloren», sagte Fabian Wiede. Mit sechs Treffern war der Nationalspieler bester Mann bei den Hauptstädtern, konnte das 22:24 im Halbfinale des Final Four in Hamburg gegen Favorit THW Kiel aber nicht verhindern. «Wir wollten ins Finale, deshalb sind wir natürlich schon enttäuscht», sagte der sportliche Leiter Volker Zerbe.
Die Berliner hatten am Samstag auf das Momentum gehofft, doch sie konnten den Negativlauf der letzten Wochen nicht stoppen. Zwar reichte es im EHF-Pokal zum Einzug ins Viertelfinale, aber in der Bundesliga hinken die Füchse nach zuletzt vier Pleiten aus fünf Spielen den eigenen Ansprüchen hinterher. Und durch den verpassten Pokalsieg wurde ein möglicherweise sicherer internationaler Startplatz verfehlt. Damit droht die Saison voller Verletzungsprobleme endgültig zum Fiasko zu werden.
Vor allem in der ersten Halbzeit verspielte Berlin gegen Kiel den Finaleinzug. Das Hauptproblem war einmal mehr die mangelnde Durchschlagskraft vor dem Tor. «Da haben wir einfach zu viele klare Chancen vergeben, das hat dann auch mentale Kraft gekostet», sagte Zerbe. Ausschlaggebend war auch die Torhüterleistung, die klar an Kiel und Niklas Landin ging. «Die hat schon den Unterschied ausgemacht», sagte Zerbe.
Immerhin zeigten die Füchse nach dem Seitenwechsel Moral, kämpften sich nach einem Sechs-Tore-Rückstand wieder auf einen Treffer heran. «Da war das Spiel kurz davor zu kippen», sagte Nationalkeeper Silvio Heinevetter. In der Schlussphase häuften sich allerdings die Fehler wieder. Und so standen die Berliner, wie so oft in den letzten Wochen, wieder mit leeren Händen da. «Das müssen wir jetzt erst einmal sacken lassen», sagte Heinevetter.
Schon in knapp zwei Wochen bekommen die Füchse aber die Chance zur Revanche. Deshalb sind die Berliner bemüht, das Positive aus der Halbfinal-Niederlage mitzunehmen. «Wir sind nah dran», sagte Zerbe. Am 18. April empfangen die Füchse in eigener Halle die Kieler in der Bundesliga. «Wir werden mit Respekt rangehen. Aber wir wissen, dass wir sie schlagen können.»
Füchse Berlin - HSV Hamburg
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Füchse Berlin

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. April 2019 09:15 Uhr

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