«So kann es nicht weitergehen»: Füchse unzufrieden

«So kann es nicht weitergehen»: Füchse unzufrieden

Der mühsam erkämpfte Heimsieg im EHF-Pokal gegen Logroño ist für die Füchse Berlin noch nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Die Spieler geben sich selbstkritisch.

Füchse Berlin

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Die Mannschaft der Füchse Berlin bedankt sich mit erhobenen Händen nach Sieg beim Publikum. Foto: Andreas Gora

Berlin (dpa/bb) - Füchse-Trainer Velimir Petkovic war sichtlich bemüht, sein Team nicht zu sehr zu kritisieren. «Ich kann nicht immer schimpfen», sagte der Coach der Berliner nach dem 29:27-Erfolg im EHF-Pokal gegen Logroño am Sonntagabend. «Unsere Aufgabe war das Viertelfinale, das sollten wir fast geschafft haben.» Überzeugen konnte sein Team aber erneut nicht. «Wir machen es uns selbst schwer, weil wir zu viele technische Fehler machen und zu viele Bälle wegschmeißen», befand Kapitän Hans Lindberg.
Ohne einige Dinge kritisch anzusprechen, wollte Petkovic seine Analyse aber dann doch nicht beenden. Besonders die Leistung der Torhüter Silvio Heinevetter und Malte Semisch missfiel ihm. «Wir standen gut in der Deckung, aber dahinter fehlte die Unterstützung», sagte er. Und auch die schwache Ausbeute der Kreisläufer Mijailo Marsenic und Erik Schmidt mit zusammen nur einen Treffer störte den Füchse-Trainer. «Die Quote ist natürlich katastrophal», klagte er.
Nach der WM-Pause kommen die Berliner bislang einfach nicht in Schwung. «So kann es nicht weitergehen, das wissen wir alle», sagte auch Nationalspieler Fabian Wiede. Die Füchse haben noch große Ziele in dieser Saison. Sie stehen im Pokal im Final Four, sind im EHF-Pokal auf Kurs und wollen in der Handball-Bundesliga Platz fünf halten. «Wir müssen uns aber steigern, wenn wir dieses Jahr irgendetwas erreichen wollen», fordert deshalb Lindberg.
Zumindest im international sind die Berliner sorgenfrei. Mit dem vierten Sieg im vierten Gruppenspiel bleiben sie Tabellenführer. Alle vier Gruppensieger kommen weiter, dazu die drei besten Zweiten. Kiel ist als Gastgeber bereits für das Final Four qualifiziert. «Und da wollen wir unbedingt auch hin», sagte Nationalspieler Paul Drux.
Weiter geht es für Füchse nach der nun kommenden Länderspielpause am 14. März. Dann geht es in der Bundesliga gegen den direkten Verfolger Melsungen. «Das wird ein Schlüsselspiel. Und jeder weiß, wie schwer dort zu gewinnen», sagte Rechtsaußen Mattias Zachrisson.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. März 2019 11:00 Uhr

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