Füchse-Jubel über Pokalcoup: «Trinken jetzt ein kaltes Bier»

Füchse-Jubel über Pokalcoup: «Trinken jetzt ein kaltes Bier»

Die Füchse Berlin dürfen sich auf das Final Four im Pokal freuen. Gegen Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen gelingt im Viertelfinale ein überraschender Sieg. Ein Spieler wird dank seiner Nervenstärke zum umjubelten Helden.

Jubelnde Füchse-Spieler

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Spieler Frederik Simak (24), Hans Lindberg (18), Fabian Wiede (3) und Torhüter Silvio Heinevetter (12/l-r) jubeln. Foto: Annegret Hilse

Berlin (dpa) - Die Spieler der Füchse Berlin und ihre Fans jubelten, als ob sie bereits den DHB-Pokal in den Händen halten würden. «Wir haben unglaublich viel für uns selbst gewonnen. Dieses Spiel bringt jeden einzelnen von uns und das Team in der Entwicklung weiter», sagte Handball-Nationalspieler Paul Drux nach dem dramatischen 37:35-Viertelfinalsieg nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen.
Der fünfte Pflichtspielsieg brachte die Füchse, die 2014 den nationalen Cup gewonnen hatten, ins Final Four. Neben den Berlinern stehen auch bereits Rekordmeister THW Kiel und die TSV Hannover-Burgdorf im Halbfinale. «Ich bin extrem froh nach Hamburg zu dürfen», sagte Füchse-Manager Bob Hanning glücklich vor dem Final Four am 6./7. April und schwärmte über den Sieg: «Das war Handball auf allerhöchstem Niveau.»
Der am Ende nicht mehr für möglich gehaltene Coup gegen über 55 Minuten bessere Löwen dürfte sich auch positiv auf den weiteren Saisonverlauf beim EHF-Pokalsieger aus der Hauptstadt auswirken. Doch an die nächste Aufgabe am kommenden Sonntag im Prestigeduell beim SC Magdeburg dachte bei den abgekämpften Siegern niemand. «Wir trinken jetzt ein kaltes Bier und genießen den Erfolg», sagte Drux, der mit sieben Toren zusammen mit Bjarki Elisson und Kapitän Hans Lindberg bester Füchse-Schütze war.
Lindberg kam die besondere Aufgabe zu, in der Schlusssekunde einen Siebenmeter nervenstark zum 30:30 zu verwandeln. «Ich bin im Glauben hingegangen, ihn zu verwandeln», sagte der Däne und verriet: «Eigentlich wollte ich keinen Heber machen, doch der Torwart ist einen Schritt nach vorne gegangen.» Mit großer Willens- und Kampfkraft fanden die Berliner, die zeitweise schon mit fünf Toren hinten lagen, in die Partie zurück. «Wir haben an uns geglaubt, das war das Wichtigste», stellte Lindberg fest.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. Dezember 2018