Semisch tritt in Fußstapfen von Füchse-Legende Stochl

Semisch tritt in Fußstapfen von Füchse-Legende Stochl

Malte Semisch folgt bei den Füchsen auf Vereins-Torhüter-Legende Petr Stochl. Dieser Herausforderung stellt sich der 2,08 Meter große Riese gerne. In Berlin möchte er außerdem unbedingt einen Titel gewinnen.

Malte Semisch

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Malte Semisch.

Der neue Torwart Malte Semisch steht beim EHF-Pokalsieger Füchse Berlin vor einer großen Aufgabe. Der 25-Jährige beerbt in der Hauptstadt den legendären Petr Stochl, der nach zwölf Jahren bei den Füchsen seine Handball-Karriere beendet hat. «Das ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme», sagte Semisch, der vom Liga-Konkurrenten Hannover-Burgdorf kam.

Semisch ausgeglichener und ruhiger Spieler

Der 2,08 Meter große Schlaks soll nun mit Nationaltorhüter Silvio Heinevetter ein erfolgreiches Gespann bilden, aber auch den Konkurrenzkampf hochhalten. «Bob Hanning hat mir bei unserem Gespräch gesagt, dass die Füchse einen Torhüter suchen, der ambitioniert ist und Stochl ähnelt», erzählte Semisch. Im Vergleich zum extrovertierten Heinevetter, der sich und seine Kollegen lautstark und wild gestikulierend antreibt, ist Semisch so wie Stochl ein ruhigerer Vertreter seiner Zunft.

Eigentlich plante der Niedersachse in Hannover zu bleiben

Das starke Interesse der Füchse an dem früheren Junioren-Nationaltorwart durchkreuzte aber diesen Plan. Durch die Entscheidung für Berlin möchte Semisch in seiner Entwicklung wachsen. Er verlässt sein gewohntes Umfeld und muss sich nun in der Großstadt und bei einem Top-Club behaupten. «In Hannover ist es etwas Besonderes, Platz fünf zu erreichen, in Berlin wird das erwartet», verdeutlichte er: «Ich möchte unbedingt einen Titel gewinnen, und Berlin ist die richtige Adresse dafür.»

Fuchsbau in der Rigaer Straße

Ein neues Zuhause hat der aus einem Dorf in der Nähe des Steinhuder Meeres stammende Semisch schon gefunden. Mit seiner Freundin wohnt der Lehramtsstudent für die Fächer Deutsch und Erdkunde in der berüchtigten Rigaer Straße in Berlin Friedrichshain. Mit der dortigen Hausbesetzer-Szene habe er aber nichts zu tun. Die Wohnung habe er ganz normal gemietet, versichert Semisch mit einem Grinsen.

Semisch sieht gute Chancen für die nächste Saison

Mit den Neuzugängen Mijajlo Marsenic (Vardar Skopje), Jacob Holm (Ribe-Esbjerg) und Wael Jallouz (FC Barcelona) sieht Semisch die Füchse gut verstärkt. Trotz der längeren Ausfälle von Stipe Mandalinic, Marko Kopljar und Neuzugang Simon Ernst, sowie dem Abgang von Nationalspieler Steffen Fäth traut er den Berlinern erneut die Rolle als Herausforderer der Top-Clubs Flensburg, Rhein-Neckar Löwen und Kiel zu. «Wenn wir wieder Dritter werden, wäre das eine gute Saison», meinte Semisch.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. Juli 2018