Eisbären Berlin nutzen CHL als Gradmesser

Eisbären Berlin nutzen CHL als Gradmesser

Mit der Saisonvorbereitung der Eisbären Berlin konnte Cheftrainer Serge Aubin zufrieden sein. Schließlich hatten die Hauptstädter die letzten drei von insgesamt nur vier Testspielen allesamt gewonnen und dabei einige Fortschritte gezeigt. «Wir können sehen, wie sich langsam aber sicher eine Chemie zwischen den Spielern entwickelt», sagte der Kanadier nach dem lockeren 8:1 gegen den Zweitligisten Lausitzer Füchse zum Testspielabschluss am vergangenen Sonntag.

Eishockey

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Ein Puck liegt vor einem Eishockey-Schläger auf dem Eis.

Entsprechend groß ist nun seine Vorfreude auf das erste Pflichtspiel: In der Champions Hockey League (CHL) empfängt der deutsche Eishockey-Meister am Freitagabend (20.15 Uhr/Sport1) den finnischen Spitzenclub Tappara Tampere in der Mercedes-Benz Arena. «Es macht Spaß, wenn Siege und Niederlagen wieder wirklich etwas bedeuten und man an der Tabelle ablesen kann, wo man steht», sagte Aubin.
In der Vorrunde des Eishockey-Europapokals erwarten die Hauptstädter reizvolle Aufgaben: Nach dem Auftakt gegen die Finnen gastiert bereits am Sonntag (17.05 Uhr) das schwedische Team Skellefteå AIK in Berlin, dritter Gruppengegner ist der HC Lugano aus der Schweiz. «Für mich als Coach bedeutet das, dass wir uns auf verschiedene Stile einstellen müssen, ohne unsere Identität zu verlieren», erläuterte Aubin. «Es ist eine großartige Gelegenheiten für uns, als Mannschaft zu wachsen und uns zu messen, um zu sehen, wie weit wir sind.»
Gegen die anspruchsvollen Gegner in der CHL muss sich nun erweisen, ob die Eisbären trotz einiger Veränderungen im Kader schon so gefestigt sind, wie es in der Vorbereitung zunehmend den Anschein hatte. So zeigten die beiden prominent besetzten ersten Angriffsreihen mit Marcel Noebels, Zach Boychuk und Leonhard Pföderl sowie Matt White, Mark Zengerle und Neuzugang Kevin Clark, der in Weißwasser gleich zwei Mal traf, bereits die von ihnen erwartete Torgefahr.
Aber auch von der Entwicklung der Talente Korbinian Geibel (19) und Bennet Roßmy (18) zeigte sich Trainer Aubin angetan: «Ich finde, sie haben das hervorragend gemacht», lobte der Kanadier, nachdem er den beiden Nachwuchsprofis im letzten Test viel Eiszeit gegeben hatte. Zudem konnten die Eisbären kurzfristig noch die letzte verbliebene Lücke im Aufgebot schließen: Am Montag verpflichteten sie den 26 Jahre alten Kanadier Blaine Byron und sorgten so für größere Tiefe auf der Center-Position.
Am Freitag können sich dann auch zahlreiche Fans hautnah davon überzeugen, wie weit der deutsche Eishockey-Meister bereits ist: Im Rahmen des genehmigten Hygienekonzepts dürfen insgesamt 2000 Personen in der Halle anwesend sein. So wird der Pflichtspielauftakt der Eisbären auch zum ersten Schritt in eine lange herbeigesehnte neue Normalität. Letztmals wurde Anfang März 2020 in der Mercedes-Benz Arena vor Zuschauern Eishockey gespielt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. August 2021 10:22 Uhr

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