Eisbären vor Halbfinale: «Intensität wird weiter steigen»

Eisbären vor Halbfinale: «Intensität wird weiter steigen»

Nachdem sich die Eisbären Berlin im Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Iserlohn Roosters durchsetzen konnten, wartet bereits am Montagabend die nächste Herausforderung.

Berlins Trainer Serge Aubin gestikuliert

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Berlins Trainer Serge Aubin gestikuliert.

Zum Auftakt der Halbfinalserie, die im Best-of-Three-Modus ausgetragen wird, empfangen die Hauptstädter den ERC Ingolstadt in der Arena am Ostbahnhof (26. April 2021, 18.30 Uhr/Magentasport).
Angesichts der ausgeglichen Hauptrundenbilanz zwischen beiden Teams rechnet Eisbären-Coach Serge Aubin mit spannenden Duellen. «Wenn wir in dieser Saison aufeinander getroffen sind, waren es umkämpfte, harte Spiele», sagte der Kanadier am Sonntag bei einer digitalen Pressekonferenz. «Ich erwarte jetzt nichts anderes und rechne sogar damit, dass die Intensität nun in den Playoffs noch weiter steigen wird.» Ausdrücklich hob er die Qualitäten der Ingolstädter hervor: «Sie haben vier starke Angriffsreihen und gute Verteidiger», sagte er. «Sie sind sehr ausgeglichen besetzt, aber das sind wir auch.»
Bei seinem Team sieht der Coach noch Verbesserungsbedarf gegenüber dem zeitweise mühsamen 2:1-Erfolg in der Viertelfinalserie gegen Iserlohn. «Das Powerplay war ein entscheidender Teil unseres Spiels in der gesamten Saison. In den Playoffs hat es aber bisher nicht so geklappt, wie wir uns das wünschen», räumte er ein. «Wir müssen uns dort absolut verbessern.» Zudem monierte er die vielen Strafzeiten in den vergangenen Spielen. «Disziplin ist ein wichtiger Faktor, um in den Playoffs zu gewinnen. Wir haben dieses Thema angesprochen und werden das Problem beheben», sagte Aubin.
Dass die Berliner überhaupt im Halbfinale stehen, haben sie nicht zuletzt Angreifer Matt White zu verdanken. Mit drei Toren in den Anfangsminuten des zweiten Drittels hatte er dem entscheidenden Viertelfinalspiel gegen Iserlohn am Samstagabend eine richtungsweisende Wende gegeben und so den 5:3-Sieg eingeleitet.
Der 31 Jahre alte US-Amerikaner war sich der Bedeutung seiner Treffer nach dem schwachen Start der Hauptstädter bewusst. «0:2 hinten zu liegen, war nicht, was wir uns vorgestellt hatten. Nach der ersten Pause mussten wir um unser Leben kämpfen. Das war eine ganz wichtige Phase», sagte er.
Großes Lob erhielt der schnelle und treffsichere Flügelstürmer, der bereits 23 Tore in der laufenden Saison erzielt hat, auch von seinem Trainer. «Er ist ein besonderer Spieler für uns. Er hat spezielle Fähigkeiten», sagte Aubin. «Er hat Stärke gezeigt, und seine Reihe hat uns in Fahrt gebracht.» Gleichzeitig hob der Coach den Anteil der gesamten Mannschaft am Halbfinaleinzug hervor. «Wir brauchen jeden. Im vorigen Spiel waren es Noebels, Boychuk und Reichel. Diesmal war es jemand anderes», sagte er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. April 2021 08:20 Uhr

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