Eisbären-Profi: «Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken»

Eisbären-Profi: «Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken»

Die Eisbären Berlin gehen voller Selbstvertrauen in die Spiele gegen die Teams aus der Südgruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Beim 8:1 gegen die Düsseldorfer EG demonstrierten die Hauptstädter zum Abschluss der Begegnungen innerhalb der Norddivision noch einmal eindrucksvoll ihre Stärken. «Wichtig ist, dass wir jetzt mit einem guten Gefühl gegen die Südgruppe starten können», sagte Angreifer Marcel Noebels. «Klar wird es definitiv nicht einfacher. Aber wenn wir über sechzig Minuten gutes Eishockey spielen, brauchen wir uns vor keinem zu verstecken.»

Der 29 Jahre alte Nationalspieler hatte entscheidenden Anteil am klaren Erfolg gegen Düsseldorf: Im ersten Drittel bereitete Noebels beide Treffer von Leonhard Pföderl und das Tor von Lukas Reichel mustergültig vor, später lieferte er die Vorlage zum 6:0, das Zach Boychuk im Powerplay erzielte. Mit nunmehr 37 Scorerpunkten in 23 Spielen baute der Flügelstürmer, der bereits in der vergangenen Saison zum wertvollsten Spieler der DEL gewählt wurde, seine Führung in der ligaweiten Rangliste weiter aus.
Die glänzend aufgelegte Paradereihe der Eisbären, in der Noebels, Pföderl und Reichel bestens harmonieren, zählt zu den Hauptgründen, warum die Berliner die Tabelle der Nordgruppe souverän anführen. «Wir haben unheimlich viel Spaß an dem, was wir tun. Aber wir arbeiten auch hart füreinander, das sollte man nicht vergessen», sagte Noebels. «Wir wollen die beste Reihe sein, die es in der Liga gibt, und ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.»
Weil der 18 Jahre alte Reichel bereits im vergangenen Jahr von den Chicago Blackhawks im Draft der National Hockey League (NHL) in der ersten Runde ausgewählt wurde und in absehbarer Zeit in die weltbeste Eishockeyliga wechseln könnte, schwingt bei Noebels aber schon ein wenig Wehmut mit: «Ich genieße momentan die Situation. Wer weiß, wie lange wir drei noch zusammenspielen können», sagte er.
Der aktuelle Erfolg der Hauptstädter liegt aber auch daran, dass Sportdirektor Stéphane Richer nach den Abgängen von Routiniers wie James Sheppard, Maxim Lapierre oder André Rankel bei seinen Neuverpflichtungen weitgehend richtig lag: Kris Foucault, dem gegen Düsseldorf ein Hattrick gelang, und Matt White, der ein Tor beisteuerte, kamen erst wenige Tage vor dem Saisonstart, zeigten sich aber von Anfang an treffsicher. Auch die anderen vor der Saison geholten Profis erfüllten die Erwartungen - mit Ausnahme von Verteidiger Stefan Espeland, der im Februar zum österreichischen Club Red Bull Salzburg abwanderte.
Richer bewies aber auch während der Saison ein gutes Händchen: Der Ende Januar verpflichtete Boychuk hat nach nur 14 Einsätzen bereits 18 Scorerpunkte erzielt. Mit sechs Überzahltoren sorgte der Angreifer zudem dafür, dass das jahrelang schwächelnde Powerplay mittlerweile zu den Stärken der Berliner zählt. Abwehrspieler Simon Després, der als Ersatz für Espeland kam, wurde sofort zu einer festen Größe in der Defensive.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 14. März 2021 10:36 Uhr

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