Eisbären nach Sieg im Spitzenspiel selbstkritisch

Eisbären nach Sieg im Spitzenspiel selbstkritisch

Marcel Noebels mochte am Donnerstagabend nicht in Euphorie verfallen, obwohl die Eisbären Berlin nach dem 2:0 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven die Tabellenführung in der Nordgruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) übernommen hatten. «Vierzig Minuten war das kein gutes Eishockey von uns», sagte der Nationalspieler, der den spielentscheidenden ersten Treffer erzielt hatte: «Aber egal, wir haben gewonnen. Das ist das Wichtigste.»

Marcel Noebels

© dpa

Berlins Marcel Noebels spielt den Puck.

Angesichts der über weite Strecken schwachen Vorstellung mahnte der 28 Jahre alte Angreifer Verbesserungen an. «Wir müssen daraus lernen, dass wir so sicher nicht weiterspielen können», sagte Noebels. «Zwei Drittel nicht gut genug zu spielen, bedeutet normalerweise eine Niederlage in der Liga.»
Auch Trainer Serge Aubin gab sich selbstkritisch. «Für uns war es ein großer Sieg gegen einen sehr guten Eishockeyclub, aber es war definitiv nicht unser bester Abend», sagte er. «Bremerhaven hat eigentlich das Spiel bestimmt. Aber wir haben darüber gesprochen, Wege zu finden, um zu gewinnen, und die sind nicht immer hübsch anzusehen. Beim Tor von Noebels haben wir einen Fehler ausgenutzt.»
Torhüter Mathias Niederberger, der nach einer erneut starken Leistung seinen dritten Shutout der Saison feiern konnte, mochte dem Spiel aber auch Positives abgewinnen. «Als Bremerhaven im zweiten Drittel hart gekommen ist, haben wir hinten dicht gemacht und hart dafür gearbeitet, dass kein Tor fällt», sagte er. «Wir hatten dann auch die nötige Geduld und das nötige Glück, um in Führung zu gehen. Das zeigt wahrscheinlich dann doch unsere Heimstärke.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. Januar 2021 10:21 Uhr

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