Eisbären-Profi Pföderl «super stolz» auf Leistungssteigerung

Eisbären-Profi Pföderl «super stolz» auf Leistungssteigerung

Bei den Eisbären Berlin waren Freude und Erleichterung nach dem geglückten Start in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) groß. «Die Mannschaft hat überragend gekämpft. Ich bin super stolz auf die Truppe und froh über die drei Punkte», sagte Nationalspieler Leonhard Pföderl nach dem 3:2 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven, zu dem der Angreifer den dritten und letztlich spielentscheidenden Treffer der Berliner beigesteuert hatte.

Team der Eisbären Berlin jubelt nach dem Sieg

© dpa

Team der Eisbären Berlin jubelt nach dem Sieg.

Tatsächlich hatte vor dem Spiel wenig auf einen Erfolg hingedeutet. Im Vorbereitungsturnier der DEL hatten die Hauptstädter noch alle vier Spiele verloren. Dann sorgten vor gut zwei Wochen zahlreiche Corona-Fälle im Team dafür, dass die Eisbären nicht nur den Magentasport-Cup vorzeitig beenden, sondern auch den Trainingsbetrieb unterbrechen und sich in häusliche Quarantäne begeben mussten.
Zudem gab es kurz vor dem Saisonstart noch einige personelle Veränderungen: Leistungsträger Maxim Lapierre beendete überraschend seine Karriere, Verteidiger Constantin Braun wechselte auf Leihbasis nach Krefeld. Darüber hinaus kehrten die beiden von den Los Angeles Kings ausgeliehenen Angreifer Akil Thomas und Aidan Dudas, die sämtliche Vorbereitungsspiele bei den Eisbären bestritten hatten, nach Nordamerika zurück.
Sportdirektor Stéphane Richer verpflichtete im Gegenzug mit Kris Foucault, Matt White und Giovanni Fiore drei Flügelstürmer. Ihnen bleiben nach der quarantänebedingten Zwangspause nur wenige Trainingstage, um die Mannschaft kennenzulernen. Vor allem Foucault und White wussten bei ihrem Debüt umgehend zu überzeugen: Mit ihren Powerplay-Treffern brachten sie die Eisbären gegen Bremerhaven auf Erfolgskurs. «Das sind alles super Eishockeyspieler», lobte Pföderl die neuen Kollegen.
Foucault konnte den Widrigkeiten der vergangenen Wochen sogar positive Seiten abgewinnen: «Im Magentasport-Cup gab es natürlich ein paar Probleme. Da helfen ein paar frische Gesichter und neue Ansichten einer Mannschaft immer», sagte der 30 Jahre alte Kanadier. «Und so blöd es war, dass wir durch die Covid-Situation mussten: Das war auch eine gute kleine Pause, um den Kopf freizubekommen und wieder an die Arbeit zu gehen.»
Für die Mannschaft geht es nun vor Weihnachten erst einmal darum, die ansprechende Leistung gegen Bremerhaven am Dienstagabend (20.30 Uhr/Magentasport) im Auswärtsspiel bei den Grizzlys Wolfsburg zu bestätigen. Mittelfristig könnte sie sogar noch weitere Verstärkung bekommen: Sportdirektor Richer erklärte, dass die Eisbären nach einem neuen Center suchen würden, der Lapierre ersetzen soll.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 20. Dezember 2020 10:04 Uhr

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