Nach Quarantäne: Eisbären starten zuversichtlich in Saison

Nach Quarantäne: Eisbären starten zuversichtlich in Saison

Für Trainer Serge Aubin waren die Tage vor dem Saisonauftakt der Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht einfach. «Wir mussten in Quarantäne, haben neue Spieler bekommen und konnten nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvieren», sagte er am Donnerstag in einer Video-Pressekonferenz.

Spieler kämpfen nach dem Bully um den Puck

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Spieler kämpfen nach dem Bully um den Puck.

Doch dem 45 Jahre alten Kanadier ist vor dem Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven am Freitagabend (19.30 Uhr/Magentasport) bewusst, dass nicht nur sein Team solche Probleme infolge der Coronavirus-Pandemie bewältigen muss. «Die ganze Liga geht durch die gleiche Unsicherheit. Wir müssen einen Weg finden, um unser Bestes zu geben, egal was passiert», sagte er.
Immerhin kann der Coach im Auftaktspiel voraussichtlich auf zwanzig Spieler zurückgreifen, nachdem zahlreiche Corona-Fälle im Kader die Endphase der Saisonvorbereitung zwischenzeitlich unterbrochen hatten: Definitiv fehlen werden am Freitag neben Verteidiger Jonas Müller, der eine Sperre aus der vergangenen Saison absitzen muss, nur Marcel Noebels, Nino Kinder und Stefan Espeland. Noch fraglich ist der Einsatz von Angreifer Lukas Reichel.
So geht Kapitän Frank Hördler zuversichtlich in die Begegnung mit den Bremerhavenern, die beim Vorbereitungsturnier der DEL stark gespielt und erst im Finale gegen den EHC Red Bull München verloren hatten. «Wir haben einen guten Test vor uns. Bremerhaven hat im Magentasport-Cup gezeigt, dass sie in Topform sind», sagte der 35 Jahre alte Verteidiger. «Bei uns lief es nicht ganz so optimal in der letzten Zeit. Durch die Quarantäne sind wir ein bisschen aus dem Tritt gekommen.» Die jüngsten Trainingseindrücke machten dem Routinier aber Mut: «Ich bin absolut guter Dinge, dass wir im ersten Spiel der Saison einen Sieg einfahren», sagte er.
Insgesamt gehen die Berliner selbstbewusst in die Saison: Die Playoff-Teilnahme gab Sportdirektor Stéphane Richer als Saisonziel aus. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, war der Kanadier in den vergangenen Tagen noch einmal auf dem Spielermarkt aktiv geworden. In Kris Foucault, Matt White und Giovanni Fiore verpflichtete er kurzfristig gleich drei Flügelstürmer.
Doch gleichzeitig tat sich eine neue Lücke im Kader auf. Am vorletzten Wochenende verkündete in Maxim Lapierre ein fest eingeplanter Leistungsträger sein überraschendes Karriereende. «Wir suchen jetzt nach einem Center als Ersatz», sagte Richer. Generell zeigte sich der Sportdirektor aber mit dem jetzigen Aufgebot zufrieden, zumal im Sommer einige Talente mit großer Perspektive hinzukamen: «Wir sind jünger geworden, das war unser Ziel.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Dezember 2020 16:36 Uhr

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