Nach 1:5 gegen Schwenningen: Eisbären müssen «an die Arbeit»

Nach 1:5 gegen Schwenningen: Eisbären müssen «an die Arbeit»

Der großen Vorfreude bei den Eisbären Berlin auf den Magentasport-Cup folgte prompt eine herbe Enttäuschung. Gleich im ersten Vorrundenspiel des Vorbereitungsturniers der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kassierten die Hauptstädter eine 1:5-Pleite am Freitagabend im heimischen Wellblechpalast gegen den Außenseiter Schwenninger Wild Wings. «Wir müssen jetzt nochmal wirklich zurück an die Arbeit und sicherstellen, dass so etwas nicht mehr passiert», sagte Nationalspieler Parker Tuomie, der das einzige Tor der Berliner erzielt hatte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin gestikuliert am Spielfeldrand

© dpa

Eisbären-Trainer Serge Aubin gestikuliert am Spielfeldrand.

Tatsächlich blieben die Eisbären, die vor mehr als sieben Wochen das Mannschaftstraining aufgenommen und bereits fünf Testspiele bestritten hatten, gegen die weit weniger gut vorbereiteten Schwarzwälder deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. «Das war nicht ansatzweise das, was wir zeigen wollten», sagte Kapitän Frank Hördler. «Wir müssen uns die Tore erarbeiten, und das in jedem Wechsel. Das haben wir gegen Schwenningen nicht gemacht.»
Nach der unerwarteten Heimniederlage wird es für die Berliner noch schwieriger, das Halbfinale des Turniers zu erreichen. Schließlich treffen sie in ihrer Vorrundengruppe auf die Favoriten Adler Mannheim und EHC Red Bull München. Trainer Serge Aubin hofft, dass seine Spieler schnell die richtigen Lehren aus der Auftaktniederlage ziehen. «Fehler werden immer passieren, aber wir müssen sie reduzieren», sagte er. «Das war ein schlechter Abend, aber es herrscht keine Panik, und wir müssen jetzt nach vorne schauen.»
Bis zum Duell in Mannheim am Donnerstag (19.30/Magentasport) gibt es bei den Eisbären allerdings gehörigen Verbesserungsbedarf: Mangelnder Kampfgeist, fehlende Laufbereitschaft und zu viele Fehler waren für Aubin ausschlaggebend für die Niederlage gegen Schwenningen - aber auch die Leistungen der Special Teams. In einem von vielen Strafzeiten geprägten Spiel nutzten die Schwarzwälder zwei Powerplays zu vorentscheidenden Toren, während die Eisbären in Überzahl leer ausgingen und dabei sogar eine längere Fünf-gegen-drei-Gelegenheit verstreichen ließen.
Kapitän Hördler mahnte daher größere Zielstrebigkeit an. «Wir müssen mehr schießen, auch im Powerplay», sagte der 35 Jahre alte Verteidiger. «Wir versuchen gerade, sehr viel außen herumzuspielen und den Puck mehr oder weniger ins leere Tor zu schießen.» Der Routinier beklagte aber auch mangelndes Glück. So hatten Akil Thomas und Lukas Reichel in Überzahl jeweils nur das Gestänge des Schwenninger Tores getroffen. «Wenn man sich unsere Powerplayszenen anschaut, waren ein paar hochkarätige Chancen dabei», sagte Hördler. «Aber es hat zum Spiel gepasst, dass die nicht reingegangen sind.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 15. November 2020 09:19 Uhr

Weitere Nachrichten zu den Eisbären Berlin