Eisbären-Profi Hördler: Spielergewerkschaft würde DEL nutzen

Eisbären-Profi Hördler: Spielergewerkschaft würde DEL nutzen

Der frühere Nationalspieler Frank Hördler begrüßt die Bestrebungen, eine Spielergewerkschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu gründen. «Prinzipiell finde ich das gut, weil man dann einfache Wege hätte, um Sachen zu besprechen», sagte der 35 Jahre alte Verteidiger von den Eisbären Berlin.

Eisbären Berlin

© dpa

Die Eisbären Louis Marc Aubry (l-r), Frank Hördler, Landon Ferraro und Kai Wissmann jubeln.

Schließlich würden nicht nur die Profis von einer gemeinsamen Interessenvertretung profitieren. «Ich glaube, dass eine Gewerkschaft auch für die Clubs gar nicht schlecht wäre», sagte Hördler. Sollten die Spieler künftig mit einer Stimme sprechen, müssten die Vereine nicht mehr «mit knapp 300 Profis einzeln verhandeln», sagte der Routinier. «Dann wird es auch einfacher für die Clubs und für die Liga.»
Für eine Spielergewerkschaft in der DEL hatten sich am Wochenende die Mannschaftskapitäne Moritz Müller (Kölner Haie) und Patrick Reimer (Nürnberg Ice Tigers) ausgesprochen. Vorausgegangen war ein Beschluss der Liga angesichts der Corona-Krise, dem zufolge alle Clubs ihre Profis im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die kommende Saison zu einem teilweisen Gehaltsverzicht bewegen sollen. Für Hördler sind seine beiden Ex-Nationalmannschaftskollegen «die richtigen Männer» für ein solches Vorhaben: «Sie haben wirklich gute Intentionen.»
Der Eisbären-Profi mahnte aber auch zur Geduld. «Aus meiner Sicht muss so eine Gewerkschaft über viele Jahre wachsen», sagte er. «Man kann ja nicht hingehen und sagen: Wir sind jetzt zuständig für die Spieler, und da muss jeder mitziehen. Ich glaube, das würde nicht so gut funktionieren.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Mai 2020 08:42 Uhr

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