Eisbären Berlin wollen mit alten Tugenden zu neuen Erfolgen

Eisbären Berlin wollen mit alten Tugenden zu neuen Erfolgen

Trotz zuletzt oft enttäuschender Leistungen feiern hunderte Fans den Vorbereitungsstart des Hauptstadtclubs. Nun müssen die umformierte Mannschaft und der neue Chefcoach Aubin das Vertrauen bestätigen.

Serge Aubin beim Trainingsauftakt der Eisbären Berlin

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Serge Aubin, Cheftrainer der Eisbären Berlin, leitet das erste öffentliche Training. Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa/bb) - Neue Saison - alte Ziele: Die Eisbären Berlin wollen in der Deutschen Eishockey Liga wieder um den Titel mitkämpfen. Auf der Eröffnungsfeier gab der neue Trainer Serge Aubin wie alle seine Vorgänger in den vergangenen Jahren das in Berlin übliche Ziel aus: «Wir wollen das letzte Saisonspiel gewinnen», sagte der 44 Jahre alte Kanadier am Samstag vor der Arena am Ostbahnhof.
Der Beliebtheit der Eisbären hat dabei weder die eher ernüchternde letzte Saison in der DEL noch der darauf folgende personelle Umbruch geschadet: Am Freitag fanden sich über 500 Fans trotz eines schweren Unwetters im Wellblechpalast ein, um das erste Mannschaftstraining nach der Sommerpause zu verfolgen. Bei der offiziellen Saisoneröffnung einen Tag später versammelten sich sogar etwa dreimal so viele vor der Arena am Ostbahnhof.
Zu sehen bekamen sie eine grundlegend veränderte Mannschaft. Neun neue Profis präsentierten sich am Samstag auf der Bühne - sechs fest verpflichtete und drei, die vorerst auf Probe bei den Berlinern zum Einsatz kommen werden. «Ich habe ewig nicht mehr erlebt, dass so viele neue Spieler vorgestellt wurden», sagte Angreifer Marcel Noebels, der schon seit 2014 in der Hauptstadt spielt.
Dafür fehlten viele vertraute Gesichter: 15 Spieler verließen den Verein nach der vergangenen Saison, darunter auch langjährige Eisbärenprofis wie Jens Baxmann, Micki DuPont und Jamie MacQueen. «Wenn man Spieler ist, vermisst man den einen oder anderen schon», sagte Noebels. «Aber wenn es sportlich nicht so gelaufen ist, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen, gibt es immer Änderungen.»
Den umgebauten Kader soll Aubin nun schnell zu einer Einheit formen und das Ziel «Meistertitel» umsetzen. Angesichts der Tatsache, dass die letzte der bisher sieben DEL-Meisterschaften vor über sechs Jahren gefeiert wurde und Vereine wie der EHC Red Bull München und die Adler Mannheim den Eisbären sportlich enteilt zu sein scheinen, klingen die vor jeder Saison wiederholten Titelambitionen inzwischen wie eine Pflichtübung.
Doch Aubin betonte auch, dafür sorgen zu wollen, dass die Fans wieder «stolz» auf ihre Mannschaft sein könnten. Ihm gehe es vor allem darum, den Berlinern wieder eine zuletzt oft vermisste schnelle und harte Spielweise zu vermitteln und die mannschaftliche Geschlossenheit zu stärken.
Mit den bisherigen Eindrücken war der Coach jedenfalls zufrieden: Nach dem ersten Mannschaftstraining lobte er den Fitnesszustand seiner Profis und das hohe Tempo auf dem Eis. Schon bis zum Testspiel gegen die Lausitzer Füchse am 11. August will er nun einige Elemente seines Konzepts einüben. Ernst wird es für die neu formierten Eisbären dann am 13. September, wenn sie mit einem Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg in die DEL-Saison starten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 4. August 2019 12:00 Uhr

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