Eisbären Berlin: Gleich neun Profis müssen gehen

Eisbären Berlin: Gleich neun Profis müssen gehen

Der DEL-Rekordmeister trennt sich von vielen Spielern und geht mit einigen offenen Fragen in die Sommerpause. Immerhin soll in den nächsten Wochen in Berlin ein neuer Trainer vorgestellt werden.

Logo der Eisbären Berlin auf einem Trikot

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Logo der Eisbären Berlin auf einem Trikot. Foto: Oliver Mehlis/Archiv

Berlin (dpa/bb)- Die Eisbären Berlin wagen in der kommenden Saison einen personellen Neustart. Nach dem Aus im Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vollzog der Hauptstadtclub, der in den vergangenen Jahren eine eher konservative Personalpolitik verfolgt hatte, einen vergleichsweise radikalen Schnitt: Am Donnerstag verkündete Sportdirektor Stéphane Richer, dass Micki DuPont, Jamie MacQueen, Mark Cundari, Brendan Ranford, Colin Smith, Danny Richmond und Daniel Fischbuch den DEL-Rekordmeister verlassen müssen.
Richer hatte die Profis zuvor in Einzelgesprächen über die Entscheidungen informiert. «Das waren keine einfachen Tage», sagte er. «Es werden uns Spieler verlassen, die viel für die Eisbären getan haben.» Das gelte etwa für den langjährigen Leistungsträger DuPont. «Es ist nicht einfach, so einem Typ zu sagen, dass wir uns entschieden haben, einen anderen Weg gehen», sagte Richer und rühmte den 38 Jahre alten Verteidiger für «seine Klasse und Erfahrung - nicht nur als Eishockeyspieler, sondern auch als Person».
Nachdem die Abgänge von Jens Baxmann und Maximilian Adam bereits am Mittwoch verkündet worden waren, müssen somit mindestens neun Profis gehen. Vorerst offen bleibt die Zukunft von Torhüter Kevin Poulin und Angreifer Thomas Oppenheimer. Auch die Trainerfrage ist noch nicht beantwortet. «In zwei, drei Wochen» werde eine Entscheidung feststehen, sagte Richer. Der Kandidatenkreis sei inzwischen eingeschränkt worden, er wolle aber «nicht ins Detail gehen».
Klar ist hingegen, dass Angreifer Austin Ortega dem Verein erhalten bleibt. Der US-Amerikaner war erst im Februar nach Berlin gekommen, wusste auf Anhieb zu überzeugen und war der beste Scorer des Teams in den Playoffs. Der 24-Jährige habe seinen Vertrag «um mehrere Jahre verlängert», erklärte der Club. Ebenfalls langfristig gebunden wurden die beiden deutschen Nationalspieler Kai Wissmann und Jonas Müller.
Zudem verkündete Richer den zweiten Neuzugang, nachdem am Mittwoch bereits die Verpflichtung von Nationalspieler Leonhard Pföderl bestätigt worden war. Der 20 Jahre alte Angreifer Fabian Dietz kommt vom Zweitligisten Lausitzer Füchse. Er wird aber mit einer Förderlizenz weiter beim Kooperationspartner der Eisbären in Weißwasser spielen können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. April 2019 16:20 Uhr

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