Nach Gala gegen München: Eisbären-Coach bremst Euphorie

Nach Gala gegen München: Eisbären-Coach bremst Euphorie

Eisbären-Coach Stéphane Richer warnt nach der beeindruckenden Gala seiner Mannschaft über Titelverteidiger EHC Red Bull München vor zu großer Euphorie. «Ich bin stolz auf die Mannschaft, aber es war nur ein Spiel», sagte der Trainer nach dem überraschend klaren 4:0 im zweiten Viertelfinalspiel der deutschen Eishockey-Meisterschaft.

Stéphane Richer

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Stéphane Richer, Sportdirektor der Eisbären Berlin, spricht auf der Eröffnungs-Pressekonferenz. Foto: Arne Immanuel Bänsch/Archiv

Das erste von maximal sieben Duellen hatten die Berliner am vorigen Mittwoch in München mit 2:3 nach Verlängerung verloren, am Sonntag (17.00 Uhr) steht die dritte Partie an. «München ist aus gutem Grund deutscher Meister. Ich erwarte ein hartes Spiel», sagte Richer.
Mit der Leistung am Freitagabend zeigte sich Richer rundum zufrieden: «Wir haben über sechzig Minuten konzentriert und diszipliniert gespielt. Die Überzahl war sehr gut und brachte wichtige Tore, in Unterzahl haben wir sehr solide gestanden.»
Für den zweifachen Torschützen Sean Backman war der klare Sieg allerdings durchaus ein «Statement» der Berliner, die zuvor alle fünf Saisonspiele gegen den Titelverteidiger verloren hatten. «Wir wollten ihnen zeigen, dass wir uns nicht einfach ergeben, und das haben wir getan», sagte der Angreifer.
Bei Münchens Erfolgstrainer Don Jackson zeigte die Partie Wirkung. Der US-Amerikaner, der zwischen 2008 und 2013 mit den Eisbären fünfmal Meister geworden war und in den vergangenen drei Jahren die Bayern zu Titeln geführt hatte, wirkte nach der unerwartet deutlichen Niederlage nachdenklich: «Die Situation war sehr ungewohnt für uns», räumte er ein. «Nach zwei Dritteln mit einem 0:4 in die Kabine zu gehen, war ein seltsames Gefühl, weil wir in dieser Saison noch nie in so einer Lage waren.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 16. März 2019 11:40 Uhr

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