Eisbäre Kettemer: «Wollen deutscher Meister werden»

Eisbäre Kettemer: «Wollen deutscher Meister werden»

In den vergangenen beiden Jahren verloren die Berliner in den DEL-Playoffs gegen den EHC Red Bull München. Trotzdem gehen sie selbstbewusst in die Viertelfinalserie gegen den Titelverteidiger.

Florian Kettemer

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Florian Kettemer von den Eisbären Berlin (Archivbild)

Bei den Eisbären Berlin ist das Selbstvertrauen vor dem ersten Viertelfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch (19.30 Uhr) beim Titelverteidiger EHC Red Bull München groß. «Ganz klar, wir wollen deutscher Meister werden. Da müssen wir gegen die Besten spielen, und die Besten schlagen», sagte Verteidiger Florian Kettemer nach dem Training am Dienstag. «Man braucht keinen Hehl daraus zu machen: Es war keine gute Saison von uns. Aber die Karten sind jetzt neu gemischt.»
Kettemer ist es egal, dass schon in der Runde der letzten Acht die Neuauflage des Vorjahresfinales bevorsteht: «Wir schauen nicht so darauf, wer jetzt gegen uns spielt. Je besser der Gegner, desto besser das Hockey», sagte der 32-Jährige. Kettemer hatte mit den Münchenern in den vergangenen drei Jahren den Titel gewonnen, bevor er sich im Sommer den Eisbären anschloss.
Zuletzt war die Bilanz der Berliner gegen die Münchener allerdings nicht sonderlich rosig: Zum dritten Mal in Serie treffen beide Teams in den Playoffs aufeinander, 2017 verloren die Eisbären die Halbfinalserie mit 1:4-Siegen, in der vergangenen Saison setzten sich die Münchener im Finale erst im entscheidenenden siebten Spiel durch. Auch in der gerade abgeschlossenen Hauptrunde dominierte der Titelverteidiger die Duelle: Alle vier Spiele gewannen die Münchener.
Trainer Stéphane Richer sieht in den jüngsten Misserfolgen keinen Nachteil für die bevorstehende Serie. «Wir wissen, dass München Favorit ist, aber wir nehmen gerne die Außenseiterrolle», sagte er. Der Kanadier setzt darauf, dass die Eisbären rechtzeitig vor den Playoffs in Form gekommen sind.
Seit der Länderspielpause Mitte Februar gewannen sie acht von neun Spielen, zuletzt holten sie sechs Siege in Serie. «Das hat uns viel Selbstvertrauen gebracht», sagte Richer. Inzwischen hat die Mannschaft kaum noch etwas mit dem hilflos erscheinenden Team zu tun, das zuletzt Ende Januar eine 2:6-Heimpleite gegen die Münchener kassierte.
So sieht Richer die Eisbären vor dem ersten Viertelfinale in einer guten Position: «Ich glaube, im ersten Spiel zu Hause liegt der Druck auf München. Wir können locker reingehen», sagte er. «Wichtig ist, dass wir nicht so viel Zeit in unserer defensiven Zone verbringen. Die Scheibe muss schnell raus.» Zudem gelte es, die gefährlichen Konter des Meisters zu vermeiden: «Wir müssen darauf achten, gute Entscheidungen im Angriffsdrittel zu treffen», so Richer. Schließlich rechnet er damit, dass fatale Unaufmerksamkeiten sogar über den Einzug ins Halbfinale entscheiden könnten: «Ich glaube, es wird eine lange Serie. Am Ende des Tages wird gewinnen, wer die wenigsten Fehler macht.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. März 2019 14:22 Uhr

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