Eisbären-Coach stolz auf «total andere Mannschaft»

Eisbären-Coach stolz auf «total andere Mannschaft»

Vor Weihnachten übernahm der Sportdirektor des DEL-Rekordmeisters auch den Trainerposten. Nach Anlaufproblemen führte er die Berliner ins Viertelfinale.

Eisbären Berlin

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Berlins Florian Kettemer (l) und Straubings Mike Connolly kämpfen um den Puck.

Stéphane Richer konnte erstmals in seiner Zeit als Cheftrainer der Eisbären Berlin durchatmen. «Wir wollten das Viertelfinale erreichen, und wir haben es erreicht», sagte der Kanadier nach dem entscheidenden Sieg gegen Straubing in den Pre-Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL). «Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.» In der Runde der besten acht Mannschaften trifft der Hauptstadtclub in einer Neuauflage des Vorjahresfinals auf Titelverteidiger EHC Red Bull München. Das erste Spiel findet am Mittwochabend auswärts statt, das zweite von maximal sieben Duellen steigt am Freitag vor heimischer Kulisse.
Die Erleichterung über den Viertelfinaleinzug war dem 52-Jährigen anzumerken - schließlich hatte dem Vizemeister vor einem Monat noch das Aus nach der Hauptrunde gedroht. Dass Richer überhaupt hinter der Bande steht, lag an einer lange enttäuschenden Saison. Von Anfang an gab es große Verletzungssorgen, zudem blieb das Offensivspiel harmlos. So musste der glücklose Coach Clément Jodoin, der erst im Sommer als Nachfolger von Uwe Krupp angetreten war, kurz vor Weihnachten gehen.
Richer, seit 2017 Sportdirektor der Eisbären, übernahm zusätzlich den Trainerposten. «Ich bin heruntergekommen, um zu helfen und auch um die Situation zu analysieren», begründete er den Schritt. Doch unter seine Regie wurde es vorerst nicht besser - im Gegenteil.
Der Tiefpunkt kam mit einer Serie von sieben Niederlagen nach dem Jahreswechsel. So hatte Richer einen schweren Stand bei Teilen der Fans, die ihm ohnehin vermeintliche personelle Fehlentscheidungen ankreideten. Zeitweise musste er sich Spottgesänge anhören. Noch immer ertönen Pfiffe aus der Fankurve, wenn sein Name vor Spielbeginn ausgerufen wird. Der Kanadier zeigte dafür Verständnis: «Das gehört zum Sport. Ich bin verantwortlich für die Eisbären - in guten und auch in schlechten Zeiten.»
Inzwischen sind die Zeiten wieder deutlich besser. Die Wende kam nach der Länderspielpause Mitte Februar. Einige verletzte Leistungsträger kehrten zurück. Neuzugang Austin Ortega schlug ein, und das Team trat plötzlich als Einheit auf. «Es ist jetzt eine total andere Mannschaft auf dem Eis», sagte Richer und blickt nun zuversichtlich Richtung Viertelfinale: «Wir werden bereit sein.»
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Gleichzeitig sucht der Kanadier in seiner Funktion als Sportdirektor den Nachfolger auf dem Trainerposten. Erste Gespräche wurden bereits geführt. Als Kandidaten werden Serge Aubin, den Richer aus seiner Zeit bei den Hamburg Freezers kennt, und der frühere Nationaltrainer Greg Poss gehandelt. Egal wie Richers Zeit als Interimscoach sportlich enden wird: Im Sommer steht dem DEL-Rekordmeister ein Umbruch bevor.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 11. März 2019 08:50 Uhr

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