Eisbären-Kapitän Rankel: «Der Druck ist bei Straubing»

Eisbären-Kapitän Rankel: «Der Druck ist bei Straubing»

Die Berliner erwartet zum Pre-Playoff-Auftakt der DEL eine schwierige Aufgabe in Straubing. Doch die Hauptstädter sind gewarnt und wollen ihre jüngste Erfolgsserie fortsetzen. Zwei Siege müssen her.

André Rankel

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André Rankel, Kapitän der Eisbären Berlin. Foto: Arne Immanuel Bänsch/Archiv

Berlin (dpa/bb) - Den Eisbären Berlin kommt es nicht ungelegen, dass sie mit einem Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers in die Pre-Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) starten. «Eine Best-of-three-Serie ist eine schwere Sache», sagte Kapitän André Rankel vor dem K.o.-Runden-Auftakt am Mittwoch (19.30 Uhr). «Natürlich ist der Druck jetzt definitiv bei Straubing. Wenn sie in der Serie 0:1 zurückliegen und dann hier in Berlin spielen müssen, wird es schwer für sie.»
Vor genau elf Monaten lieferten sich die Eisbären und Nürnberg noch ein hitziges Duell um den DEL-Finaleinzug - diesmal geht es eher um Schadensbegrenzung. Nach einer verpatzten Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga kämpfen die als Titelanwärter in die Saison gestarteten Topteams um das Viertelfinale.
Dem 33-jährigen Rankel ist bewusst, dass die Berliner am Pulverturm eine besondere Herausforderung erwartet: «Das ist ein klassisches, altes Eishockeystadion. Es ist kalt und sehr, sehr laut», sagte der Angreifer am Dienstag. «Die Fans machen unheimlich viel Stimmung und pushen ihre Mannschaft extrem. Es ist schwer, einen klaren Kopf zu behalten. Aber es macht umso mehr Spaß, dort zu spielen.»
Für Trainer Stéphane Richer ist angesichts der hitzigen Atmosphäre in Straubing vor allem eins wichtig: «Die Hauptsache ist Disziplin. Es wird laut werden, aber wir müssen unsere Nerven behalten und von der Strafbank wegbleiben, weil sie ein gutes Überzahlspiel haben.»
In jedem Fall müssen es die Eisbären am Mittwoch besser machen als zuletzt in Straubing: Beide Hauptrundenspiele verloren sie dort. Vor gerade einmal zwei Wochen kassierten die Berliner ein ernüchterndes 3:7. «Vielleicht war die letzte Klatsche gut für uns», sagte Richer: «Wir wissen jetzt, was uns erwartet und sind bereit.»
Dass der Hauptstadtclub in der laufenden Spielzeit insgesamt drei von vier Duellen gegen die Niederbayern verloren hat, spielt für den Trainer keine große Rolle mehr: «In dieser Saison ist viel gegen Straubing passiert. Und das haben wir im Kopf», sagte er. «Sie haben gut gegen uns in der Vorrunde gespielt. Aber die Vorrunde ist vorbei. Und jetzt beginnt eine neue Saison.»
Angesichts ihrer zuletzt deutlichen Formsteigerung können die Berliner selbstbewusst in die K.o.-Runde gehen: Auf die Niederlage in Straubing ließen sie zum Abschluss der Hauptrunde vier Siege folgen. So hat Richer keinen Grund, personelle Veränderungen vorzunehmen. «Wir haben die letzten drei Spiele in der gleichen Aufstellung gut gespielt, also bleiben wir dabei», sagte der Chefcoach.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. März 2019 14:20 Uhr

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