Eisbären vor den Pre-Playoffs: «Wollen den Lauf fortsetzen»

Eisbären vor den Pre-Playoffs: «Wollen den Lauf fortsetzen»

Lange spielten die Eisbären Berlin eine enttäuschende Saison. Doch seit der Länderspielpause geht es aufwärts. Vor der ersten K.o.-Runde gegen die Straubing Tigers ist der siebenmalige DEL-Meister daher zuversichtlich.

Eisbären Berlin

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Die Eisbären BErlin sind nach Monaten der Enttäuschungen rechtzeitig zum Beginn der K.o.-Phase in Schwung gekommen. Foto: A. Gora/Archiv

Berlin (dpa/bb) - Die Eisbären Berlin sind nach Monaten voller Enttäuschungen noch rechtzeitig zum Beginn der K.o.-Phase der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in Schwung gekommen. Seit der Länderspielpause gewannen sie sechs von sieben Spielen, vor dem ersten Pre-Playoff-Duell bei den Straubing Tigers am Mittwoch (19.30 Uhr) verabschiedete sich der Tabellenneunte am Wochenende mit zwei Heimsiegen von seinen Fans. «Wir haben gezeigt, dass wir Tore schießen, aber auch enge Spiele gewinnen können», sagte Torhüter Kevin Poulin, nachdem die Eisbären am Sonntag das letzte Hauptrundenspiel gegen die Düsseldorfer EG mit 2:0 gewonnen hatten. «Wir haben einen Lauf, und den wollen wir fortsetzen.»
Der Aufschwung begann während der spielfreien Zeit Mitte Februar. Zuvor hatte beim deutschen Rekordmeister Tristesse geherrscht. Schon seit dem Saisonbeginn war das Team durch zahlreiche Verletzungen dezimiert, tat sich mit dem Toreschießen schwer und leistete sich immer wieder folgenschwere Fehler. Nach einer Serie von sieben Niederlagen musste der Vorjahresfinalist zwischenzeitlich sogar um die Teilnahme an den Pre-Playoffs bangen.
Doch in der Pause meldeten sich einige Leistungsträger gesund zurück, zudem arbeitete die Mannschaft noch einmal intensiv an der Kondition und am Spielsystem. Das zahlte sich aus: Die zuvor oft harmlosen Berliner schossen seitdem beachtliche 29 Tore in sieben Begegnungen und konnten nun auch Rückschläge innerhalb eines Spiel verkraften.
Besonders tat sich eine Angriffsreihe hervor, die Trainer Stéphane Richer in der Pause völlig neu zusammengestellt hatte. Die Formation mit Brendan Ranford, Neuzugang Austin Ortega und Center Louis-Marc Aubry traf zuletzt fast nach Belieben. Das lag vor allem daran, dass Aubry, der mit einigen Problemen in die Saison gestartet war, nach überstandener Verletzung in Hochform zurückkehrte: In den jüngsten sieben Spielen erzielte der 27 Jahre alte Kanadier sieben Tore selbst und bereitete weitere neun Treffer vor. «Aubry spielt seit der Pause überragend Eishockey», lobte Coach Richer. «Aber es sind nicht nur er und seine Reihe - die ganze Mannschaft setzt um, was wir trainieren. Das ist gut für unser Selbstvertrauen.»
Nur einen herben Dämpfer mussten die Eisbären in den vergangenen Spielen hinnehmen: Ausgerechnet beim Pre-Playoff-Gegner Straubing verloren sie mit 3:7. Verunsichern lassen sich die Berliner dadurch nicht: «Das spielt keine Rolle», sagte Keeper Poulin. Am Mittwoch beginne «ein ganz neues Spiel» unter völlig anderen Voraussetzungen, so der Kanadier.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. März 2019 11:10 Uhr

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