Kein Wort zur Titelverteidigung: Alba vor Playoff-Start

Kein Wort zur Titelverteidigung: Alba vor Playoff-Start

Alba Berlin startet mit gemischten Gefühlen in das erste Playoff-Viertelfinale. Am Donnerstag (19.00 Uhr/Magentasport und Sport1) empfangen die Berliner in der Arena am Ostbahnhof die Hamburg Towers zum ersten Spiel der Best-of-Five-Serie. Einerseits wollen die Hauptstädter ihren deutschen Meistertitel verteidigen, andererseits gab es kaum Möglichkeiten, die bittere Finalniederlage im Pokal am vergangenen Sonntag gegen den FC Bayern zu verarbeiten.

Aito Garcia Reneses

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Aito Garcia Reneses, Trainer von Alba Berlin.

«Wir haben nur wenig Zeit, um uns auf die schwierige Serie gegen Hamburg vorzubereiten», sagte Trainer Aito Garcia Reneses. Nur drei Tage blieb allen Akteuren, den Fokus wieder auf die Meisterschaft zu legen. «Das ist jetzt sehr schwierig für uns», meinte Manager Marco Baldi, der deshalb forderte: «Das Negativerlebnis vom Wochenende muss nun einer Playoff-Zuversicht weichen.»
Noch ist aber unklar, mit welchem Personal die Berliner antreten können. Nationalspieler Johannes Thiemann wird auf jeden Fall ausfallen. Bei Teamkollege Luke Sikma bestehe zumindest etwas Hoffnung. «Man müsse abwarten», sagte Baldi. Beide Spieler hatten im Pokalfinale Schläge abbekommen. Sollten beide Akteure ausfallen, wäre das «ein herber Verlust», so der Manager weiter.
Vom Titel will Alba noch nicht reden. Zumindest das Erreichen des Finales wurde erst einmal als Ziel ausgerufen. «Wir sind mit Aito immer in irgendwelche Finals gekommen. Das ist auch dieses Mal unser Ziel», kündigte Baldi an. Die Zurückhaltung kommt sicherlich auch daher, weil die harte Saison dem Team bisher schon einiges abverlangt hat. «Es verbietet sich deshalb in den Playoffs über das nächste Spiel hinauszuschauen», ergänzte Baldi.
Wohl auch in dem Wissen, dass mit Hamburg ein sehr schwerer Gegner kommt. «Für die Liga ist das sicherlich gut, dass schon im Viertelfinale so starke Konkurrenz wartet», meinte Sportdirektor Himar Ojeda. Alba wird aber sofort ans Limit gehen müssen, um das Halbfinale zu erreichen. «Für uns der wahrscheinlich schwierigste Gegner, den wir bekommen konnten», so der Spanier weiter.
Denn die Towers sind das einzige Team, dass Alba in der Bundesliga in dieser Saison zweimal schlagen konnte. «Das haben wir natürlich noch im Hinterkopf», sagte Flügelspieler Louis Olinde. Im Vergleich zu diesen beiden Partien wird sich Alba deshalb steigern müssen. «Sie wissen, wie sie gegen uns spielen müssen», warnte Ojeda. Trainer Aito glaubt aber an den längeren Atem seines Teams. «Diesmal handelt es sich ja um eine Playoffserie und nicht nur um ein Spiel», sagte er. Und während Alba mit Playoffs vertraut ist, ist es für die Hanseaten in ihrem zweiten Bundesliga-Jahr Neuland.
Die Berliner erwarten wieder eine sehr physische Partie. «Ein Gegner, der mit extrem viel Intensität und Energie spielt. Die werden uns das Leben wahnsinnig schwer machen», warnte deshalb Baldi. Alba wird versuchen mit seinem schnellen Spiel den Gegner zu schlagen. «Da wird es auch wieder entscheidend sein, wer seinen Spielstil etablieren wird», sagte der Alba-Manager.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Mai 2021 11:27 Uhr

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