Weniger Terminstress für Alba: «Ein willkommener Wechsel»

Weniger Terminstress für Alba: «Ein willkommener Wechsel»

Freude herrschte bei Alba Berlin nicht nur über den wichtigen Sieg beim Kontrahenten am Rhein. Nach dem 80:75-Erfolg am Ostersonntag in Bonn und dem ersten Zwischenziel schwächt sich eine lange Terminhatz nun etwas ab. «Wichtig ist, dass die Taktung nicht mehr ganz so hoch ist. Denn die war jetzt über die ganzen letzten Monate ein Wahnsinn», sagte Manager Marco Baldi.

Basketball

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Ein Basketball fällt in den Basketballkorb.

Allein im März mussten die Berliner 13 Spiele absolvieren, davon neun auswärts. Das Spiel gegen Bonn war bereits das 61. Saisonspiel. Bei der hohen Belastung war dort einmal mehr ein Kraftakt nötig. Trainer Aito Garcia Reneses lobte deshalb nach einer Leistungssteigerung die Moral. «Wir waren während des Spiels in der Lage zu reagieren. Weil wir einen guten Teamspirit haben», sagte er. Alba bleibt in der Basketball-Bundesliga Tabellenzweiter.
Und in den kommenden Wochen dürfen sich die Berliner - abgesehen vom Pokal Final Four (17.-18. April) - über einen etwas erleichterten Spielplan freuen. Statt drei Spielen pro Woche sind es jetzt fast nur noch zwei in der Woche. «Ein willkommener Wechsel. Und jeder von uns freut sich, wieder mehr im eigenen Bett schlafen zu können», sagte Forward Luke Sikma.
Das liegt auch daran, dass am kommenden Donnerstag mit dem Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad (20.00 Uhr/Magentasport) für Alba die Euroleague-Saison endet. Vor allem die vielen Reisen durch halb Europa kosteten Kraft. Zumal sich die Trips oft in die Länge zogen, weil in Corona-Zeiten schlichtweg viel weniger Flugverbindungen zur Verfügung standen. «Jetzt nur noch in Deutschland reisen zu müssen, ist schon deutlich angenehmer», sagte Sikma.
Baldi glaubt aber auch, dass die Umstellung auf einen anderen Rhythmus Probleme mit sich bringen könnte. «Wir müssen diesen Rhythmus jetzt aufnehmen. Denn der wird anders sein, als das, was wir in den letzten Monaten erlebt haben», sagte er. Auch wenn sich die Berliner über weniger Spiele freuen, «sie werden nicht unwichtiger», sagte Nationalspieler Johannes Thiemann. Nun ginge es darum, eine möglichst gute Playoff-Platzierung zu erreichen und erneut den Pokal zu holen. «Auch wenn das Verbessern das erste Ziel ist», sagte Aito.
Das wollen sie durch die neuen Trainingsmöglichkeiten erreichen. Training war in den vergangenen Monaten bei dem Spielrhythmus kaum möglich. «Nicht immer nur reden, reden, reden», sagte Aito. Besonders wichtig ist das für den Ende Februar nachverpflichteten Christ Koumadje. «Menschlich ist er längst angekommen, aber spielerisch muss man sich aufeinander einstellen», sagte Baldi. Der 2,21 Meter große Center bringt eine neue Variante ins Berliner Spiel. Aufgrund der Größe sei er «ein sehr spezieller Spieler und die anderen müssen sehen, wie man damit umgeht», begründete der Manager.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. April 2021 10:19 Uhr

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