Alba überzeugt gegen Ulm mit Teamgeist

Alba überzeugt gegen Ulm mit Teamgeist

Glücklich und erschöpft waren die Spieler von Alba Berlin nach dem hart erkämpften 93:83-Erfolg gegen Ulm. «Der Sieg war sehr wichtig, weil wir so viel mit Euroleague zu tun gehabt haben. Und man hat die Tendenz, sich darauf zu konzentrieren, weil es da große Namen gibt», sagte Kapitän Nils Giffey. Aber auch für Ulm musste Alba in der Basketball-Bundesliga ans Limit gehen.

Ludwigsburgs Smith (r) spielt gegen Alba Berlins Louis Olinde

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Ludwigsburgs Jaleen Smith (r) spielt gegen Alba Berlins Louis Olinde.

Dabei überzeugten die Berliner einmal mehr mit einer guten Teamleistung. Einen wichtigen Beitrag leistete auch Flügelspieler Louis Olinde, der mit 15 Punkten dritterfolgreichste Werfer der Berliner. «Das macht richtig Spaß mit den Jungs. Und jeder hat Bock zu zocken. Jeder trägt seinen Teil dazu bei», sagte er.
Mit dieser Geschlossenheit kämpft sich Alba durchaus erfolgreich durch den harten Spielplan. «Was uns trägt und was das Gute an diesem Team ist, sie stützen sich dermaßen und haben Freude miteinander. Daran ziehen wir uns im Moment hoch», sagte Manager Marco Baldi.
Auch für Olinde steht die Mannschaft an oberster Stelle: «Es freut mich natürlich, wenn man derjenige ist, der gut dasteht. Aber es ist das Team, ohne das würde ich auch nicht so dastehen.» Der 22-Jährige will Verantwortung übernehmen wie alle im Team. «Deshalb ist es in jedem Spiel jemand anderes, der die Punkte macht», meinte Olinde.
Im Sommer war der deutsche Nationalspieler aus Bamberg an die Spree gewechselt. Die Corona-Infektion mit anschließender Verletzung warfen ihn zunächst zurück. Doch jetzt kommt der gebürtige Hamburger immer besser in Form. «Die Jungs nehmen mich gut auf und helfen mir weiter, wo immer es geht. Es macht immer mehr Spaß und man fühlt sich immer mehr wohl in seiner Rolle», sagte Olinde.
Nicht mitwirken kann in den nächsten Wochen Spielmacher Peyton Siva. Der US-Amerikaner erlitt in der ersten Hälfte gegen Ulm eine Muskelverletzung und konnte nicht mehr weiterspielen. «Es ist unglaublich, das ist sehr schlecht für uns», klagte Trainer Aito Garcia Reneses. Es besteht der Verdacht auf Muskelfaserriss. Eine genauere Untersuchung soll noch Klarheit bringen.
Zumindest kehrte gegen Ulm mit Simone Fontecchio einer der verletzten Spieler zurück. Aber mehreren Wochen Pause wird er noch Zeit brauchen. «Er hat ja gespielt ohne Training zuvor. Weil es schlichtweg dafür keine Zeit gab», sagte Aito. Immerhin gelangen dem Forward fünf Punkte. Am Dienstag ist der Italiener mit seinem Team dann wieder gefordert. Dann tritt Alba in der Euroleague bei Real Madrid (21.00 Uhr/Magentasport) an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 20. Dezember 2020 11:41 Uhr

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