Niroomand: Berliner Profivereine «abhängig von Zuschauern»

Niroomand: Berliner Profivereine «abhängig von Zuschauern»

Die Aussicht auf leere Arenen bis mindestens Ende Oktober stellt auch Berlins sportliche Aushängeschilder vor große Probleme. «Wir alle sind abhängig von Zuschauern. Für eine gewisse Zeit kann man das kompensieren. Aber eben nicht ewig», sagte Kaweh Niroomand, Sprecher der Berliner Proficlubs, dem «Tagesspiegel» (Freitag). Die Situation sei für alle «sehr hart», betonte er. Wenn keine Dauerkarten verkauft werden könnten, gehe die direkte Bindung der Fans verloren: «Es ist wie bei einem Unternehmen, dass keinen Kundenkontakt mehr hat. Da bricht dann langsam alles weg.»

Kaweh Niroomand spricht bei einer Pressekonferenz

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Kaweh Niroomand spricht bei einer Pressekonferenz.

Es scheine aktuell «weit weg zu sein», dass es in naher Zukunft wieder Sportveranstaltungen mit vielen Zuschauern geben wird, sagte Niroomand, Manager des zehnmaligen deutschen Volleyball-Meisters Berlin Volleys. Die Proficlubs der Hauptstadt, zu denen auch die Alba-Basketballer, die Handballer der Füchse und die Eisbären aus der Deutschen Eishockey Liga gehören, hatten zuletzt an einem gemeinsamen Konzept gearbeitet, um die Rückkehr der Fans zu beschleunigen. Dieses kann nun vorerst nicht umgesetzt werden. «Wir werden es trotzdem vorbereiten, um für bessere Tage gewappnet zu sein», sagte Niroomand.
Verständnis für die Entscheidungen der Politik, in der Corona-Krise Vorsicht walten zu lassen, hat der 67-Jährige trotzdem. «Wir haben immer gesagt, dass die Gesundheit der Bevölkerung über allem steht und wir aufpassen müssen, dass das Virus nicht weiter um sich greift», sagte Niroomand.
Am Donnerstag war bei einem Video-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten das Verbot von Großveranstaltungen im Sport bis mindestens Ende Oktober verlängert worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. August 2020 09:37 Uhr

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