Alba mit großem Respekt vor Halbfinale gegen Oldenburg

Alba mit großem Respekt vor Halbfinale gegen Oldenburg

Nach dem knappen 88:85-Erfolg am Samstagabend gegen Göttingen ging bei Alba Berlin der Blick sofort in Richtung Halbfinale. Denn schon am Montag müssen die Berliner beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga gegen die EWE Baskets Oldenburg antreten (20.30 Uhr/Magentasport). «Das wird ein sehr offenes Halbfinale», meinte Manager Marco Baldi.

Alba Berlin - BG Göttingen

© dpa

Johannes Thiemann (l) von Alba Berlin und Dennis Kramer (r) von Göttingen.

Für die Berliner sind die Niedersachsen ein bekanntes Gesicht in den Playoffs. In den letzten drei Saisons trafen beide Teams dort immer aufeinander - und immer gewann Alba. Zuletzt holten die Berliner im Februar den Pokal gegen Oldenburg. «Das ist ein tolles Team, die uns im Pokal voll gefordert haben», sagte Baldi. Kapitän Nils Giffey erwartet deshalb «harte Spiele». Wie Alba hat auch Oldenburg vor dem Turnier keine Spieler nachverpflichtet. Deshalb sieht Giffey gleiche Voraussetzungen. «Sie sind ähnlich wie wir mit einem eingespielten Team hierher gekommen», sagte er.
Der Respekt bei Alba ist groß, besonders vor Center Rasid Mahalbasic und Liga-Urgestein Ricky Paulding. «Sie sind ein Team mit sehr viel Talent und einem Center, der einfach alles macht. Und dazu noch die Legende Paulding», sagte Albas Flügelspieler Kenneth Ogbe. Auch der nachverpflichtete Forward Ian Hummer wusste bisher zu überzeugen. «Da haben sie eine Option gefunden, die ihnen richtig gut tut», sagte der Alba-Manager.
Einen kleinen Vorteil für Oldenburg sieht Baldi auch in dem Spielmodus mit Hin- und Rückspiel. Statt einer sonst üblichen Serie über mindestens drei Spiele. «Das spielt doch eher Oldenburg in die Karten, weil sie ein bisschen älter sind. Deshalb hilft ihnen das etwas verkürzte Programm mehr als in einer längeren Serie», sagte er.
Es werden wieder zwei Spielsysteme aufeinanderprallen. «Da wird es sehr viel darauf ankommen, ob man sein Spiel durchdrückt», glaubt Baldi. «Also das Gegenteil von dem, was wir in der zweiten Halbzeit gegen Göttingen gemacht haben», ergänzte der Manager. Denn in beiden Viertelfinalspielen versäumten es die Berliner, ihr Spiel bis zum Ende durchzuziehen. «Das ist ärgerlich, weil wir das schon konsequent durchspielen wollten. Das haben wir in beiden Spielen nicht so ganz hinbekommen», sagte Giffey.
Nach dem klaren 93:68-Erfolg im Hinspiel und einer komfortablen Halbzeitführung ließ es Alba im Rückspiel am Samstagabend in der zweiten Hälfte zu lässig angehen. «Wir haben halt nach 25 Minuten aufgehört zu spielen», kritisierte Baldi. Und genau das, wollten sie eigentlich vermeiden. «Bei so einem engen wettkampfintensiven Programm ist so etwas natürlich kontraproduktiv», meinte Baldi.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 21. Juni 2020 13:22 Uhr

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